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Wenn wir loslassen müssen...

Wenn wir loslassen müssen...

Beitragvon Mephisto am Sa 13. Apr 2013, 11:28

Ich habe hier einfach mal einen neuen Beitrag geöffnet um den anderen nicht zu offtopic werden zu lassen.

Ajoscha hat geschrieben:Da ich ein "realistischer Mensch" bin weiß ich auch was auf mich zu kommt.
Allerdings habe ich auch eine andere Einstellung zum Tod,ich kann mit dem Tod eines Menschen besser "umgehen" als mit dem Tod eines Tieres.

Ich kann guten Gewissens meine Kater "gehen" lassen.Ich weiß ja das ich alles getan habe.
Sorgen in diesem Sinne mache ich mir ja nicht,aber die Vorstellung das auch Achela nach 16 Jahren nicht mehr da ist,zermürbt mich.
Hatte zu Ajoscha und Achela eine ganz "besondere" Beziehung aufgebaut,sie gehören einfach zu meinem Leben.

Vielleicht liegt es auch daran,das ich die Verantwortung für Beide übernommen habe.Die Menschen die ich kenne können für sich selbst sorgen.

LG :cat7:


Ich gestehe Dir, dass ich prinzipiell ein Mensch bin, der mit dem Tod an sich eher...mhm..."merkwürdig" umgeht. Ich bin zum einen realistisch, wie ich oben schon sagte, zum anderen ist das "Begreifen" an sich für mich schwer. Für uns Menschen ist es halt einfach nicht vorstellbar, dass etwas, was da war, einfach nicht mehr ist. Sich das Nichts vorzustellen, geht nicht, also kann man sich auch nicht vorstellen, dass jemand plötzlich einfach nicht mehr ist.

Menschen können zumeist für sich selbst sorgen, manche nicht. Meine OMi war so ein Mensch: bodenständig, selbstständig, sie brauchte keine Hilfe, sie konnte alles alleine und ganz hervorragend für sich selbst sorgen. Als sie jedoch schwerkrank wurde, waren meine Mutter und ich da um aufzupassen. Ihr Tod hat mich sehr mitgenommen. Es gibt keinen anderen Menschen, um den ich schon seit so langer Zeit so sehr trauere. Ich habe ihr so unendlich nahegestanden und wünsche mir nach nunmehr fast 6 Jahren noch immer jeden Tag, dass sie doch bloß bei mir wäre. Wie soll ich mein restliches Leben nur ohne sie überstehen? Ich hatte sie 25 Jahre meines Lebens und sie war mir der liebste Mensch auf der Welt. Die Zeit war viel zu kurz. Genau das sind dann die Dinge: Ich kann mich schwer davon erholen. Es kommt jedoch auf die Umstände an. An meiner Oma wurde herumgemurkst und experimentiert. Ich hätte vielleicht weniger Probleme gehabt, das zu verdauen, wenn sie einfach am Alter gestorben wäre. Ich hätte es mehr verstanden, vielleicht, hätte besser damit umgehen können, weil die DInge nun mal eben so sind und so kommen wie sie kommen müssen. Genau so ist es mit meinen Tieren. Als Dickie und Jule starben, war ich unendlich traurig. Ich hatte insbesondere zu unserem ersten Kater Dickie eine ganz besondere Beziehung. Ich hab mit ihm laufen gelernt, er war mein Lehrer in so vielen Beziehungen und er war vor allem mein Freund. Mein bester Freund. Wo gibt es noch so ehrliche und vorbehaltlose Gefühle wie in einer Beziehung, die man mit seinem Tier hat? Er war von Kindheit an mein Begleiter. Als er dann starb, war ich 17 und habe enorm darunter gelitten. Mein Begleiter und Zuhörer durch meine Kindheit hinweg, durch so viele wichtige Phasen meines Lebens, durch Hochs und Tiefs. Er war da. Was schert es eine Katze, ob Du in der Pubertät Pickel kriegst oder Dir mit Schokolade Hüftgold anfrisst? Er sah mich genau so wie ich war, hat unendlich viele Tränen getrocknet, unendliche Stunden des Trosts gespendet und ich wusste immer, er versteht mich. Auch ohne Worte. Ich bin mit ihm auf dem Campingplatz Fahrrad gefahren (er liebte das im Körbchen mit Kuscheldecke eine kleine Runde zu drehen) und er kam immer angelaufen wie ein Hund, wenn man ihn rief. Als er dann schlussendlich starb, war der Schmerz sehr groß. Viele Wesen kreuzen meinen Weg und gehen und ich bleibe mit dem Gefühl zurück, das , was sie an mir getan haben, nicht zurückgegeben haben zu können. Was auch immer ich für Scheiße gebaut habe als Kind, ich hoffte Dickie würde mir das nachsehen. Sollte ich im Stress mal keine Zeit für ihn gehabt haben oder ihn beim Lernen vom Tisch geschubst haben, so hoffte ich, er würde mir dies verzeihen. Dies mag das Gefühl sein, was wir alle verspüren, wenn wir jemanden verlieren, ob Tier oder Mensch. Das ist das erschwerendste Gefühl, denke ich. Man fragt sich, alles getan zu haben, alles richtig gemacht zu haben, das, was man erhielt, zurückgegeben zu haben, usw. Und hinzu kommen dann noch etwaige Tragödien. Es ist schwerer sich plötzlich von einem Tier verabzuschieden, weil es krank ist, als von einem Tier, bei dem man weiß, dass sich nun allmählich der Abschied aufgrund Alters angekündigt. Aber egal, welcher Grund es ist, man bleibt immer mit dem Gefühl zurück, einfach nicht genug Zeit gehabt zu haben. Das ist gemein!

In all den Jahren nun, wo ich nun schon einige Tode von Menschen und Tieren mitansehen musste, die mir nahestanden, hat sich ein schleichendes Gefühl der "Ruhe" in mir breit gemacht. Ich kann weder Leben erschaffen noch es beenden, ich kann es nicht beeinflussen. Wenn es soweit sein soll, dann ist es soweit. Es bleibt ein tiefer Schmerz zurück und unendliche Trauer, aber ich kann die Dinge nun anders sehen. Ich sage mir, dass ich da war, dass ich die kleine Macht, die ich als Menschlein habe, nämlich Sonnenschein auch in ein dunkles Leben zu bringen, allerbestens genutzt habe. Die Zeit, die mir gegeben war, habe ich genutzt, genau das alles zu geben, was ich hatte und habe. Kein böses Wort kam über meine Lippen und keine einzige böse Tat kam mir von der Hand. Wenn Hilfe benötigt war, so gab ich sie mit all den MItteln, die ich als kleiner Mensch besitze. Es mögen nicht viele sein, aber das, was ich hab, was ich tun kann, das gebe ich, das tu ich.

Wann immer wir jemanden verlieren, den wir lieben, ist der Verlust groß, der Schmerz tief und angrenzende Verzweiflung mag einen niederzuwerfen. Aber wir müssen uns davon verabschieden, dass wir die Dinge hätten ändern können. Der Tod ist Teil des Lebens. Leider. Wir werden dies noch oft mitansehen müssen. Und es wird uns allen noch selbst bevorstehen. Wir werden dann ebenfalls Schmerz, Trauer und Narben hinterlassen bei jenen, die UNS lieben. Wir können es nicht beeinflussen. Aber was wir beeinflussen können ist, wie wir das Leben, dessen Verantwortung wir besitzen, gestaltet haben. Das ist das einzige, was wir beeinflussen können und in meinen Augen das wichtigste. Ich kann nicht sagen, wann es zu Ende geht und wie. Ich weiß, dass es passieren wird. Das einzige, was wir tun können, ist das Leben schön zu machen, es lebenswert zu machen. Ist das denn nicht das größte aller Dinge? Ein würdiges Leben, ein schönes Leben, ein friedvolles, liebevolles, in dem sich immer gekümmert wurde, in dem wir nicht nur Nahrung geben, sondern besonders unser Herzblut? Genau deswegen schmerzt es uns. Aber war es das nicht wert? Und wie es das wert war! Man mag Stunden, Tage, Wochen, Jahre damit verbringen zu trauern, und in Erinnerungen zu schwelgen. Aber wertvoll waren die Jahre, die man hatte, in denen man gab, was man geben konnte und die schön waren. Sie werden nicht zurückkommen, aber es hat sie gegeben und sie waren schön. Das ist mein persönlicher Trost. Es gibt keinen Tod eines einzigen mir nahestehenden Wesens, über das mir nicht das Herz gebrochen wäre, aber es kehrt Ruhe ein. Ich bin dankbar für die Zeit, die man hatte. Aber ich kann es nicht ändern. Ich kann keinen Pakt mit dem Tod schließen, ich kann niemanden davor bewahren, denn ich besitze nicht die Fähigkeit ewiges Leben zu schenken, aber ich besitze die Fähigkeit, das, was ich habe, als sehr sehr wertvoll anzusehen, eben weil alle Zeit vergänglich ist, und alles, was ich habe, zu schenken. Darauf sollten die Augen ruhen, nicht auf dem, was noch kommt, denn das ist unabänderlich.

Wie wir auch trauern mögen, wenn es soweit ist, wichtig ist, was wir im Leben getan haben, was wir an unseren Tieren und Menschen getan haben, so lange sie da waren. Wie wir die Zeit genutzt haben, die uns gegeben war. Daran sollten wir uns erinnern und deswegen mit guten Gewissens auch loslassen können.

Für mich gehört ein wichtiger Punkt dazu: Auch im Tode da zu sein. NIemand stirbt gern allein. Ich habe das sooo oft gesehen, wie Tierbesitzer ihre Tiere im Moment des Todes allein ließen. Sie sagten sie könnten das nicht mitansehen....Die Tiere haben das nicht verstanden. Sie merken das, sie haben Angst und dann geht das geliebte Herrchen oder FRauchen einfach. Ausgerechnet dann, wo man sie doch am meisten bräuchte. Das letzte, was sie sahen, waren wir. Das letzte, was sie sahen, war, wie ihr Herrchen oder Frauchen das Zimmer verließ. Das ist nicht richtig! Gerade dieser Moment ist es, der allerletzte und den sollte man keinesfalls ignorieren, weil man "es nicht kann". Gerade deswegen müssen wir den Tod akzeptieren und dürfen uns nicht wegdrehen! Wir müssen ihn akzeptieren, damit wir eben in genau diesem Moment da sind und nicht gehen! Wie traurig muss es sein, wenn derjenige, der uns am nächsten stand, einfach geht, wenn man stirbt, weil er es nicht ertragen kann? Diese Tiere starben alle einsam und allein. OHne den Menschen, den sie kannten, mit dem sie das Leben teilten, dem sie Liebe gaben, dem sie vertrauten. Das darf nicht das letzte sein, was man sieht. Seinen Freund möchte das Tier sehen, in genau dieser Stunde, in genau diesem Augenblick. Keine fremden Menschen mit Nadeln und Geruch nach Sterilium. Der vertraute Herzschlag des Menschen, der vertraute Geruch, die vertraute Stimme und die vertrauten Hände, die einen streicheln, bis man schlußendlich einschläft. Ich hab dies mit 13 das erste Mal akzeptieren müssen, nämlich als unsere Quickie eingeschläfert werden musste. Es fiel mir damals, beim allerersten Mal, schwer. Ich wollte das eigentlich auch nicht sehen, aber ich habe akzeptieren müssen, dass es nun an der Zeit ist Abschied zu nehmen. Nur weil ich etwas nicht akzeptieren kann, sollte ich Quickie in den schweren Augenblicken ihres Lebens allein lassen? Das kam nicht in Frage. Und so bleibt es bis heute. Denn ich weiß, wenn ich einst sterbe, möchte ich auch nicht allein sein. Und genau deswegen halte ich das auch meinen Tieren nicht vor, denn auch sie möchten nicht alleine sterben. Ich habe mich von allen verabschiedet, habe sie gestreichelt, sie beruhigt, sie im Arm gehalten, so lange bis es vorbei war. Fetzer schnurrte in meinen Armen bis zuletzt. Er brauchte sich nicht fürchten, denn ich war da. Er spürte meine Trauer und meine Tränen sehr genau, aber er sah mich an und ich glaubte in dem Moment, dass er mir sagen wollte: Danke. Nicht mehr nicht weniger. Einfach Danke. Er hätte sicher gelächelt, wäre er ein Mensch gewesen. Schon aus genau diesem Grund müssen wir gerade das, was uns am meisten weh tut, akzeptieren, denen zuliebe, die wir gehen lassen müssen. Ob wir an einem Bett sitzen oder in einem Behandlungszimmer, ihnen zuliebe müssen wir akzeptieren wie es ist. Keiner sollte allein sein, wenn er stirbt, sondern diejenigen bei sich haben, die ihn lieben. So sehr es uns auch schmerzen mag, so beruhigend ist es für das Tier. Das möchte sich ebenfalls verabschieden und wenigstens noch ein letztes Mal seinen Besitzer fühlen, hören, sehen, riechen können.

Das sind in meinen Augen genau die Dinge, auf die wir uns Hauptaugenmerk legen sollten. Von Anfang bis Ende. Und wenn wir das erreicht haben, vielleicht fällt es uns dann sehr viel leichter die Dinge so hinzunehmen, wie sie sind.
:pfote: Liebe Grüße von Bine & den Fellis :pfote:

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Re: Wenn wir loslassen müssen...

Beitragvon Samuja am Sa 13. Apr 2013, 20:40

Ich bin da ein bisschen anders gestrickt.
Ich stimme darin zu, auch am Ende bei den Tieren zu sein.
UNd sie nicht allein zu lassen.
Aber Abschiede fielen mir schon immer wenig schwer. Ich habe alle meine Großeltern beedrigt, aber nie geweint, als Kind schon nicht.
Denn sie leben in meinem Herzen. Alles was sie nicht mehr erleben und sehen von mir, trägt aber ihre Unterschrift mit.
Wieso trauern, wenn es doch schön war?
Meine Tiere gehen zu lassen finde ich um ihretwillen schrecklich, um den Akt des Einschläferns. (Natürlich ist noch keines gestorben leider.) Aber auch sie tragen einen Teil dazu bei, was ich bin und somit gehen sie nie ganz.
Viel wichtiger, als die sterbliche Hülle ist das, was wir von ihnen bekommen.

Ich hab auuch kein Problem damit, dass ich irgendwann nicht mehr bin. Klar, ich hoffe, es wird schmerzfrei und sowas, aber wenn ich weg bin, ist das eben so.

Und ich weiß auch, dass cih bei Mensch sowie Tier Fehler machen werde - das liegt in unserer Natur.
Ich zB helfe nicht immer, wenn jemand das braucht, denn dann würde ich irgendwann zuviel von mir geben. Unterm Strich soll es passen. Und das tut es.
Ich habe niemals für alle um mich herum soviel Zeit wie ich gern hätte - das ist einfach so. Aber alle, bei denen es mir wichtig ist, wissen, dass ich sie liebe - alles andere ist egal.

Meine Mama sagte mal, als ich meine Angst bekundete, dass in meiner Schwangerschaft (wir planen Kinder) was schiefgehen kann. UNd sie sagte nur: Was nützt die Angst. Wenns passiert passierts und dann kommen wir damit klar.
UNd genau so ist es. Angst im Vorfeld sind Zinsen für Schulden, die wir vielleicht nie machen werden.

Hauptsache, sie spüren meine Liebe - jeden Tag. Dem kann auch schlechte Laune oder wenig Zeit nichts anhaben.

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Re: Wenn wir loslassen müssen...

Beitragvon Mephisto am Sa 13. Apr 2013, 21:58

:ja: Eben genau das meine ich, wenn ich sage, dass das, was wir tun und geben und bekommen, der Hauptaugenmerk sein sollte. Man kann trauern, ja, aber es sollte einen nicht auffressen. Und ebenso wenig sollte einen Angst, vor den Dingen, die da kommen, einen auffressen. Deswegen immer à la Konfuzius: "Leuchtende Tage - nicht weinen, dass sie vorüber. Lächeln, dass sie gewesen!"
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Re: Wenn wir loslassen müssen...

Beitragvon Samuja am So 14. Apr 2013, 09:26

Hehe, diesen Spruch hat meine Mama mir als Kind in mein Poesie album geschrieben. Damals hab ich es nicht verstanden aber inzwischen finde ich ihn super :)

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Re: Wenn wir loslassen müssen...

Beitragvon mylady am Fr 19. Apr 2013, 20:49

Hallo Leute,

ich melde mich auch mal wieder zu Wort.

Ja - los lassen müssen ist etwas sehr schwieriges. Wie ihr ja wisst musste ich letztes Jahr zwei Mal los lassen und war beide Male in München und konnte meinen beiden Jungs nicht bei stehen :cat-cry: Daran bin ich fast zerbrochen und es ist jetzt auch noch sehr schwer für mich, mir Bilder und Videos anzusehen, hier im Forum zu lesen und Erinnerungen wieder wach rufen. Jedes Mal wenn ich in den Supermarkt gehe und die Katzenfutterpackungen von Ki**kat sehe könnte ich los heulen. Wenn ich Katzen über die Straße laufen sehe, bekomme ich fast eine Panikattacke und bete dass ihr nichts passiert.
Ich verdränge es unter der Woche, oder eine längere Zeit, aber der Schmerz kommt immer weder hoch und es zieht mir dann so das Herz zusammen :cry4:

Ich bereue es so, dass ich nach München gezogen bin. Es hat mir so viel Zeit und Erlebnisse mit meinen Katern gekostet, die ich nie wieder bekommen kann. Vor allem, dass ich sie in ihrer schwersten Stunde alleine gelassen habe ( musste).
Am Telefon dem TA sagen müssen: "......dann erlösen Sie ihn" und 200 Km entfernt zu sein und ihm nicht auf Wiedersehen sage zu können. Ihn nicht nochmal streicheln können, ihn nicht beerdigen zu können............ alleine trauern zu müssen............ :cry4:

Darum sage ich euch: Verbringt soviel Zeit wie es geht mit euren Miezen und schützt sie vor den bösen Autos!!!!!!!
Ich konnte es nicht und ich hoffe meine Engel können mir das verzeihen.....Es tut mir so leid!!!!!! :cry4:

Traurige Grüße von Antonia
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Ich liebe euch und ihr werdet immer in meinem Herzen weiter leben!


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Re: Wenn wir loslassen müssen...

Beitragvon Weberli am Fr 19. Apr 2013, 21:38

Ach Antonia, es reisst mir am Herzen wenn ich dein Post lese! :traurig1: Ich wäre dann so gerne bei Dir um Dich einfach mal in den Arm zu nehmen und zu trösten! :knuddel5: Fühl Dich mal ganz dolle gedrückt Liebes!!

Liebe Grüße, Angelika und Uli! :kuss:
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Re: Wenn wir loslassen müssen...

Beitragvon Samuja am Fr 19. Apr 2013, 21:39

Toni, so sehr ich Trauer an sich verstehe, find ich es bedenklich, wie schlecht es Dir immer noch damit geht.

Es ist besorgniserregend, wie sehr Dich selbst kleine Dinge nicht positiv an Deine Fellnasen, sondern an den Verlust erinnern.

Ich hab Fynn damals auch nur selten gesehen, und als er gehen musste, war es dadurch noch heftiger, aber die konnte es irgendwann einfach annehmen. Jeder verbringt soviel Zeit mit seinen Tieren, wie es möglich ist - Du doch auch! Es war nur nicht so viel möglich, wie Du es gern gehabt hättest.

Ich weiß auch, dass meine jeden Tag nicht heim kommen können - grad im Frühling rennen die ja wie bekloppt.
Das ist ein Risiko, was man eingeht, wenn man liebt - dass man verlieren kann.

Ich glaube, Du bist sehr gefangen in Deiner Trauer und das auf eine ungesunde Weise.
Denn irgendwann sollte man mit einem Lächeln an die Tiere denken, nicht mit Tränen. -das ist auch das, was sie sich für uns wünschen.
Die besten Wünsche für Dich, dass Dir das bald gelingt.
LG, Sam
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Re: Wenn wir loslassen müssen...

Beitragvon mylady am Sa 20. Apr 2013, 08:26

Es ist nicht immer so schlimm......Wenn ich mich mit meinen Eltern über unsere Tiere unterhalte dann lachen wir auch viel bei den Erinnerungen über Henry`s Streiche oder die Schmuse-, und Spielattacken von Oscar.
Es dauer halt einfach noch etwas bis ich meine Trauer reduzieren kann, Oscar ist ja erst im September gestorben .......
Gestern hab ich mal wieder so eine Trauerphase gehabt und in den Beitrag auch meine ganzen Gefühle geschrieben, dass hat mir auch geholfen die Geschehnisse und den Schmerz zu verarbeiten.

LG Antonia

P.S.: Danke Angie :knuddel4: :knuddel3: :kuss:
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Re: Wenn wir loslassen müssen...

Beitragvon Katzenparadies am Sa 20. Apr 2013, 11:32

Hallo Toni,
ich drücke dich einfach mal lieb.
Ich kann deinen schmerz verstehen, es wäre mir wahrscheinlich mit Balou und Beppo auch schwieriger gefallen, wenn ich ejtzt nicht andere katzen haben, ich weiß, kein kater ist ersetzbar, aber es lenkt doch ab und bringt andere neue Freude und erlebnisse. Aber wenn du und deine eltern es nicht wollt oder du auch nicht in münchen kannst, kann ich es auch verstehen, aber ich glaube, es macht die sache schwieriger für dich.

liebe grüße von chrissie
Viele Grüße von Chrissie mit
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Re: Wenn wir loslassen müssen...

Beitragvon Ajoscha am Sa 20. Apr 2013, 12:40

liebe Antonia,

ich kann Dich nur zu gut verstehen. :ja: Diese sogenannten "Trauerphasen" wird es immer wieder geben.
Im September diesen Jahres ist mein Ajoscha seit zwei Jahren nicht mehr bei mir. :cat-cry:
Ich habe mich soweit "gefangen" das mein Leben weiter geht,ich kann arbeiten gehen und die schönen Dinge des Lebens genießen.
Aber auch ich habe immer wieder Momente die mich an Ajoscha erinnern und dann sind meinen Tränen keine Grenzen gesetzt.
Auch heute noch gibt es viele Situationen in denen Ajoscha einfach mal "fehlt".

Aber mal ehrlich "gesagt" bin ich froh das ich so "reagiere",denn dies bestätigt mich das ich noch "menchlich" bin und Gefühle habe.

Und für seine Gefühle braucht man sich nicht zu schämen. :nein:

Sei lieb gegrüßt von mir :cat7:
Ajoscha
 
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