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Katze "zugelaufen"

Katze "zugelaufen"

Beitragvon Merlina am So 22. Aug 2010, 14:55

Hallo miteinander,

eigentlich bin ich gar kein Katzenbesitzer, liebe aber alle Tiere und bin immer gleich dabei, mich einzusetzen, wenn es darum geht, vermeintliche Mißstände zu beheben. Ich selbst habe einen tollen Hund aus dem Tierheim, der aber leider bisher noch keinen positiven Kontakt zu Katzen hatte. Er hält eher nicht soviel von diesen Geschöpfen (bisher jedenfalls). Ich habe heute dieses Forum entdeckt und mich gleich mal angemeldet. Ich freue mich auf einen positiven Gedankenaustausch, viele gute Tipps und ein freundliches Miteinander. Ich werde mich jedenfalls darum bemühen, meinen Beitrag zu leisten. :cat-smile3: :D .

Verzeiht, wenn es etwas länger wird, ich möchte Euch gern mein "kleines süßes Problem" schildern: :cat-read: :)

Seit bereits gut zwei Monaten hat sich in unserem Vorgarten (der vom übrigen Grundstück durch Pforte abgegrenzt und somit hundesicher ist), ein hübscher, aber sehr ausgemergelter kleiner Kater einge"nistet". Ohne Halsband und mit Zecken übersät und ziemlich ausgemergelt lag er mehrere Stunden zusammengerollt unter einem kleinen Baum. Ich habe mich nach längerer Zeit mal genähert und nach vorsichtigem Kontaktaufnehmen ließ er sich auch Anfassen, er war ziemlich schlapp. Meine erste Idee war, ihn ins nahegelegene Tierheim zu bringen, aber ich habe vorsichtshalber erst einmal in der Nachbarschaft nachgefragt und musste feststellen, dass der Kleine tatsächlich einer Familie aus unserem Ort gehört. Die habe ich informiert, wo der Kleine liegt und gebeten, dass man sich kümmert, da mir irgend etwas nicht in Ordnung schien.

Das Ende war, dass ich nach weiteren zwei Stunden, in denen niemand vorbeikam, vorsichtig den Kleinen auf den Arm nahm und ihn zu der Familie brachte. Dort habe ich ihn der Besitzerin "zu treuen Händen in die Arme gegeben", damit sie sich um ihn kümmert, was sie auch versprach.

Während der nächsten Tage haben wir uns zufällig mal getroffen, sie sagte mir, dass sie beim Tierarzt war und der Kleine tatsächlich krank war und jetzt mit Medikamenten wieder aufgepäppelt würde. Etwa anderthalb Wochen später das gleiche Spiel. Der kleine Kater lag wieder bei uns im Vorgarten, mir schien er noch ausgemergelter als zuvor, aber nicht mehr ganz so schwach. Er war sehr schmusebedürftig, aber eben auch sehr dünn. Wir haben das eine Weile beobachtet und dann wieder die Besitzer angesprochen, die aber keine großen Aktionen gestartet haben. Er würde genug Futter bekommen und wäre eben immer unterwegs, auch bei anderen Nachbarn liefe er stets vorbei und ließe sich füttern.

Da wir den Kleinen inzwischen zu jeder Tageszeit auch bis spät in die Nacht in unserem Vorgarten antreffen, und er uns ziemlich anbettelte (nach Streicheleinheiten und Futter), habe ich mich erweichen lassen und er bekommt auch ab und zu ein Häppchen von uns. Zwischendurch habe ich noch zweimal versucht, mit dem Katerchen auf dem Arm die Familie aufmerksam zu machen, leider habe ich immer dann niemanden angetroffen.

Inzwischen scheint er fast in unserem kleinen Vorgarten "eingezogen" zu sein, er schläft dort, räkelt und putzt sich, fühlt sich anscheinend wohl. Mir ist der kleine Kerl sehr ans Herz gewachsen und ich grübele ständig herum, was wohl für ihn das Beste ist. Er begrüßt mich schon stürmisch und ist einfach nur süß. Komischerweise sucht auch niemand nach ihm, keiner scheint ihn zu vermissen. Das kann ich ganz und gar nicht verstehen. Ich möchte aber auch die Familie nicht mit irgendwelchen Aktionen (Tierschutz informieren o.ä.) in Schwierigkeiten bringen. Die sind im Grunde sehr nett und haben vielleicht wegen der vielen Kinder nicht allzu viel Zeit.

Leider ist mein Beitrag etwas länger geworden, danke für Eure Geduld. Vielleicht hat der eine oder andere einen Rat für mich? Wie würdet ihr weiter verfahren.
Vielen Dank für Eure Meldungen. LG "Merlina"
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Re: Katze "zugelaufen"

Beitragvon Weberli am So 22. Aug 2010, 17:47

Hallo Merlina,

ich habe deinen Beitrag mal hierher verschoben. Passt besser. :cat-wink: Also ich wüsste was ich machen würde, nämlich mich um das Tier kümmern. Ich könnte gar nicht anderst. Aber das musst Du selbst entscheiden. Viel mehr fällt mir dazu nicht ein. :cat-noidea:

LG, Angelika.
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Re: Katze "zugelaufen"

Beitragvon Merlina am So 22. Aug 2010, 19:22

Liebe Angelika,

danke fürs Verschieben :wink: hab mir schon gedacht, dass das nicht so ganz der richtige Platz war, hab es aber nicht hinbekommen :?

Und danke Dir für Deine Einschätzung, die natürlich sehr meiner eigenen nahekommt. Gerade war ich draußen und habe ein "wetterfestes Häuschen" gebaut. Wieder war sie natürlich da und wartete

Zumindest bei diesem angekündigten Unwetter würde ich doch meine Kätzchen gern bei mir haben, denke ich. Da fällt mir nichts zu ein. :cry:

LG Merlina
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Re: Katze "zugelaufen"

Beitragvon Samuja am So 22. Aug 2010, 21:13

Informiere auch wenn die Familie nett ist umgehend den Tierschutz! Egal aus welchen Gründen, sie vernachlässigen das Tier. Und das geht nicht, egal, wie die Situation ist.

Eine Sache bezüglich des Tiergesetzes; Wenn Du eine Katze anfütterst, hast Du auch die Pflicht, Dich um die Versorgung zu kümmern!! Da bist du vom Gesetz her zu verpflichtet, was leider so mancher "netter" Fütternder Nachbar nicht weiß...

Ansonsen: Sprich mit den Nachbarn, sag ihnen, dass Du den TS informierst, wenn sich da nichts ändert. Im Nottfall: Das Tier im TA vorstellen und die Rechnung selber tragen...

LG, Sam
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Re: Katze "zugelaufen"

Beitragvon Merlina am So 22. Aug 2010, 21:36

Danke auch Dir, Sam, für Deine Antwort.

Weil es inzwischen heftig gewittert, habe ich mir den Kleinen geschnappt und bin nochmal zu der Familie gelaufen. Ich habe mich eine ganze Weile mit der Familie unterhalten, die versprochen hat, ihn reinzunehmen (heute abend) und sich künftig mehr zu kümmern. Warten wir mal ab, was passiert. Ich bin sehr gespannt und habe auf jeden Fall ein Auge auf meinen Schützling :ja: .

LG Merlina
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Re: Katze "zugelaufen"

Beitragvon Kiki. am So 22. Aug 2010, 21:55

Hallo,

das ist wirklich eine verzwickte Lage. Ich denke wenn du der Familie mit dem Tierschutz drohst, so richtig das auch ist, werden sie vielleicht aus Angst davor den Kater zwar zu sich nehmen, aber wer weiß wie es ihm da ergeht. Keine Katze sucht sich andere Menschen aus, wenn sie ein gutes zu Hause hat, warum auch.
Ich könnte es nicht übers Herz bringen das Tier immer wieder dorthin zu bringen, wo seine Gesellschaft scheinbar nicht erwünscht ist.
Ich würde wohl versuchen mit den Leuten zu verhandeln und fragen ob sie den Kater nicht an dich abgeben wollen, notfalls würde ich ihnen den Kater auch abkaufen. Wenn das alles nichts nützt kannst du dich immer noch an den Tierschutz wenden.
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Re: Katze "zugelaufen"

Beitragvon Samuja am Mo 23. Aug 2010, 00:02

Ich denke wenn du der Familie mit dem Tierschutz drohst, so richtig das auch ist, werden sie vielleicht aus Angst davor den Kater zwar zu sich nehmen, aber wer weiß wie es ihm da ergeht


Sicherlich richtig. Sinnvoller ist es, ihnen überhaupt mitzuteilen,dass der Tierschutz HILFT. Ihnen Anreiz zu geben, dass, wenn sie überfordert sind, der TS ihnen unter die Arme greifen und Tips geben kann.
Kein TSV rennt hin und nimmt menschen einfach die Tiere weg! Es sollte viel mehr ein miteinander sein, um ihnen zu zeigen, wie sie ihre Katze halten können. Daher war auch meine 1. Intention: Den TS einfach bescheid sagen. DAmit die da mal vorbeikommen.
TS anrufen heißt nicht, dass die da hinmarschieren und die Katze einsammeln!!

Keine Katze sucht sich andere Menschen aus, wenn sie ein gutes zu Hause hat, warum auch.
Wenn auch ein bisschen OT, aber das stimmt so nciht ganz. Katzen denken vorrangig mit dem Magen! Wenn also eine Katze gut gehalten wird, aber in der Nachbarschaft einfach mehr Futter bekommt (als ihr oft auch gut tut), dann geht sie dahin.
Daher bin ich eindeutig dafür, fremde Katzen NICHT zu füttern. Dieser Fall liegt ein wenig anders. Die Katze ist eindeutig mangelversorgt!
Aber leider gottes stimmt die Aussage so nciht - das würde vieles einfacher machen.

Den Zweifel, wie gut es ist den Kater da immer wieder abzugeben, hab ich auch!
Die wollen den einfach nicht... dass sich das ändert ist unwahrscheinlich. Ich sehe das wie Kiki.
Die Frage ist eben nur: kannst, und willst DU den Kater! Sicher, im ersten Moment erscheint das eine gute Lösung, aber es ist keinem damit geholfen, wenn Du letztendlich auch nicht richtig auf ihn eingerichtet bist. (Zb der Hund...) oder eben andere Sachen. Auch wenn der 1. Impuls ist: Das Tier kommt zu mir, ist es wichtig, sich klare Gedanken darüber zu machen.
Aber MEIN 1. Impuls zu der Geschichte ist auch: Das Tier muss da weg, oder zummindest müssen die Leute angehalten werden, sich adäquat zu kümmern...und zwar dauerhaft.

LG, SAm
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Re: Katze "zugelaufen"

Beitragvon Frank am Mo 23. Aug 2010, 21:36

Warum so kompliziert? :cat-confused: Merlina sollte die Mieze behalten und Ende. :dafuer:






Grüße, Frank :cat-wave:
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Re: Katze "zugelaufen"

Beitragvon Samuja am Mo 23. Aug 2010, 21:56

Ganz einfach: Weil es nicht ihre Katze ist und es Diebstahl wäre.
Zudem muss sie auch in der Lage sein, eine Katze zu halten (vor allem meine ich jetzt wegen des Hundes.)

LG, Samuja
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Re: Katze "zugelaufen"

Beitragvon Merlina am Di 24. Aug 2010, 17:07

Hallo zusammen,

vielen Dank nochmal für Eure rege Anteilnahme. Mein Mann sieht übrigens die Sache so ähnlich wie Frank - :wink: freundl. Gruß :ja:

Nein, im Ernst, ich mache mir schon sehr viele Gedanken, wie man sich hier richtig verhält und weil ich schon beruflich im Anwaltsbereich arbeite, will ich mich natürlich auch nicht gesetzeswidrig verhalten, ...obwohl ich wirklich manchmal glaube, ich mache mir doch zuviele Gedanken, aber sei's drum.

Ich werde die Sache in den nächsten Tagen im Auge behalten und berichten. Wenn ich den Aussagen anderer Beobachter glauben kann, hat bereits mal jemand den Tierschutz informiert, ob das wirklich so ist, bekomme ich aber sicher raus, wenn ich mich dafür entscheide.

Als ich mit den Leuten gesprochen habe, hatte ich schon das Gefühl, dass sie interessiert waren an dem Tierchen. Allerdings haben sie es mir gegenüber auch so dargestellt, dass es zuviele Leute geben würde, die dem scheinbar verhungerten Kater Futter geben würden. Das würde mir ja noch einleuchten, dass ein satter und abenteuerlustiger Kater nicht unbedingt nach Hause will, obwohl ich als Katzenlaie an so etwas wie Bindung glaube, das muss es doch geben, oder? Wenn ich so ein Kätzchen hätte, der Freigänger ist, würde ich ihm doch all das zuhause bieten (das beste Futter, die meisten Schmuse- und Streichel- und Spieleinheiten und tolles Körbchen zum Einkuscheln usw.), was er bei anderen nicht hat oder sehe ich das zu naiv? Und außerdem würde ich sicher nicht irgendwann mal feststellen, dass er inzwischen fünf Tage und Nächte nicht da war, ohne dass ich nicht alles Mögliche getan hätte, ihn zu finden.

Ab wann würdet Ihr denn Eure freilaufenden Kätzchen suchen gehen, wenn sie nicht wie gewohnt nach Hause kommen? Vielleicht bin ich dazu wirklich zu sehr Laie. Ich glaube, ich könnte nicht mehr schlafen, wenn der weg wäre...

Ich halte Euch weiter auf dem Laufenden :cat-wave:
Liebe Grüße
Merlina
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