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FAQ - Anfängerfragen

FAQ - Anfängerfragen

Beitragvon Mephisto am So 5. Aug 2007, 00:30

Hallo Ihr Lieben!

Bevor Ihr einen neuen Beitrag in dieser Rubrik eröffnet, schaut bitte einfach mal über die nun folgenden FAQ; vielleicht ist eure Frage dort ja schon beantwortet. :cat-wink:
Wenn ihr noch etwas anfügen möchtet, bitte PN an einen der Moderatoren.

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1.) Was brauche ich eigentlich?

Um der Katze auch ein artgerechtes Leben zu ermöglichen, braucht man vor allem:
- Futternapf
- Wassernapf
- Katzentoilette und eine Schaufel
- Transportkorb
- Bürste/Kamm für die Fellpflege
Allerdings handelt es sich hier nur um die grobe Grundausstattung, denn zusätzlich sollte man auch folgendes in den Haushalt unbedingt mit einbringen, damit Miezis Leben auch lebenswert und spannend ist:
- Spielzeug (selbst gemacht oder gekauft; Kartons sind immer beliebt und alles, was funkelt, raschelt, knistert, rollt, nach Katzenminze duftet usw.)
- Kratzbaum (je nach Anzahl der Katzen auch ein dazu passender, aber eine Liegeschale oder Höhle wär schon schön, je höher allerdings umso besser, denn Katzen haben gerne hohe Aussichtspunkte, von wo aus sie alles überblicken können in ihrem Revier, und wer an seinen Möbeln und seiner Ledercouch hängt, wird den Nutzen des Kratzbaums sehr schnell zu schätzen wissen!)
- Schlafkörbchen/-kissen/-decke/-höhle (Manche Katzen mögen es einfach ihr eigenes Bettchen zu haben; das kann ein großes Katzen-oder sogar Hundekissen sein, eine Kuschelhöhle usw.)
Soviel also zur Grundausstattung.
Allerdings empfehlen wir auch noch eine kleine Katzenapotheke, die man (häufiger bei Freigängern) mal brauchen kann zwischendurch. Darin sollte enthalten sein:
- Zeckenzange
- Läuse-bzw. Flohkamm
- mind 2 x 10 ml-Einwegspritzen (ohne Nadel)
- Kompressen, Gaze, kleiner Verband und etwas zum Kleben dafür
- Desinfektionsmittel (Octenisept z.B.) zum Sprühen auf die Haut
- Eine Salbe (z.B. Bepanthen)
- Schere
- Digitales Fieberthermometer (evtl. mit Einweghüllen, falls man es selbst auch benutzt)
- Vaseline zu dito
- Thermodecke
Im Laufe der Zeit mit der Stubenmieze wird man das Vorhandensein dieser kleinen Katzenapotheke mehr als zu schätzen wissen.
Mehr unter:
http://www.katzen-lexikon.de/Grundausstattung
http://www.katzen-lexikon.de/Hausapotheke

2.) Was brauche ich nicht?
Lt. dem nun neu einziehenden Geschöpf wirst du folgendes nicht mehr brauchen:
- Pflanzen (zum einen sind die meisten giftig und zum anderen werden sie eh zu Tode geknabbert)
- Gardinen (die braucht doch nun wirklich keiner mehr..obwohl sie zum dran rumzuppeln, klettern und kaputtmachen absolut super sind!)
- Socken und Lappen (braucht auch keiner, können also unters Bett oder hinter die Couch versteckt werden)
- Teure Möbel (denn je teurer umso mehr macht es Spaß sie zu malträtieren)
Siehe auch:
http://www.katzen-lexikon.de/Giftige_Pflanzen

3.) Welches Streu?
Es gibt mittlerweile sehr, sehr viele Katzenstreus auf dem Markt. Hierbei hat man die Auswahl zwischen:
- Hygienestreu
- Klumpstreu
Je nachdem, was Miez und Mensch mögen, kann man also auch ein passendes Katzenstreu aussuchen. Bei Klumpstreu ist zu bedenken, dass man wirklich konsequent jeden Tag die Klumpen entsorgt, sonst sieht man bald vor lauter Klump kein Streu mehr. Natürlich gilt das tägliche Entfernen von Kot/Urin auch für das Hygienestreu, allerdings ist hier Urin schlechter zu entfernen und daher auch schneller für die eigene Nase zu „erkennen“. Meistens ist Klumpstreu etwas feiner als Hygienestreu und für Katzenpfoten angenehmer. Alternativ gibt es mittlerweile auch Pellets zu kaufen, die sich bei Kontakt mit Urin pulverisieren. Dabei handelt es sich meist um Holzpellets und sie riechen nicht so schnell. Eine bestimmte Marke kann man hierbei nicht empfehlen, denn so verschieden wie die Streusorten sind so verschieden sind auch die Nutzer davon. Am besten ist es wirklich, sich mal in einem Fachhandel oder in einer Drogerie umzusehen und dort die Streus zu vergleichen und auszuprobieren.

4.) Was kostet eine Katze eigentlich?
Das hängt ganz davon ab, WIE die Miez nun leben soll. Welches Futter bekommt sie und welches Streu? Braucht sie regelmäßig Medikamente? Freigänger oder Wohnungstiger? Welche Impfung muss die Miez haben? Was schaffe ich zusätzlich noch für sie an?
Man sollte hier nicht zu knapp bemessen. Es handelt sich hierbei um ein Lebewesen und ein Familienmitglied, dabei sollte man wirklich nicht geizen.
Es ist schwer hier eine genaue Zahl einzugeben, da jede Katze individuell ist. Der eine braucht vielleicht mehr im Monat, der andere aber weniger.
Man sollte sich VOR dem Einziehen des neuen Mitglieds einfach mal schlau machen, was man brauchen könnte monatlich. Ab in den Zuoofachhandel, Futter durchgucken und ausrechnen, gleiches Verfahren mit dem Streu. Damit hat man schon mal das „Fundament“.
Nicht vergessen aber sollte man folgendes: Miez braucht vielleicht auch mal neues Spielzeug, Kratzbaum, etc. oder aber sie wird krank und muss zum Tierarzt. Das sind Kosten, die zwar nicht monatlich auftreten, mit denen man aber dringend rechnen sollte, weil sie den Monatstetat dementsprechend beeinflussen können!
Daher unser Tipp: Ein Katzensparbuch anlegen, auf das man monatlich einen Festbetrag einzahlt (oder mehr, wenn man mal was extra bekommt oder übrig hat!), dadurch hat man direkt die nötigen Finanzen, wenn wirklich mal etwas Dringendes oder Schlimmes sein sollte. Das hofft zwar niemand, aber vorkommen kann es immer. Außerdem eignet es sich auch für den Kauf von „Extras“ nebenbei (neuer Kratzbaum z.B.) und Impfungs-und Entwurmungskosten hat man auch direkt „drin“.
Grob rechnen sollte man aber mindestens mit etwa 50-70 € pro Katze plus Sparanteile fürs Sparbuch.
Mehr auch unter:
http://www.katzen-lexikon.de/Kosten

5.) Welche Impfung braucht meine Katze?

Das ist ganz abhängig davon, ob die Mieze Wohnungstiger oder Freigänger werden soll.
Der Wohnungstiger braucht i.d.R. nur die Impfung gegen:
- Katzenschnupfen
- Katzenseuche
Der Freigänger hingegen braucht:
- Katzenschnupfen
- Katzenseuche
- Leukose
- Tollwut (!!!)
Mehr zum Thema Impfung hier:
http://katzen-lexikon.de/Impfung

6.) Wie ist das eigentlich mit der Kastration?
Die Kastration liegt im Sinne dreier Aspekte:
- Tierschutz
- Der Katze zuliebe
- Sich selbst zuliebe
Die Katze sollte definitiv kastriert werden, egal, ob sie rausgeht oder nicht. Für die Freigänger unter den Miezen ist die Kastration sowieso ein Muss, denn:
- kein ungewollter Nachwuchs (es gibt schon genug Katzenelend!)
- ein Kater streunt nicht mehr so viel und weit, außerdem lässt er das Markieren sein
- weniger Gefahren in jeglicher Hinsicht!
Der weiblichen Mieze sollte man aber auch den Gefallen tun und sie kastrieren lassen. Die Rolligkeit ist weder für die Katze so toll noch für den Menschen, der nachts eigentlich schlafen will, aber nicht kann, weil Frau Katze vor sich her jodelt und nach einem (oder mehreren) schönen Kater(n) verlangt!
Mehr zum Thema Kastration hier:
http://katzen-lexikon.de/Kastration

7.) Worauf sollte ich unbedingt achten?
Katzen sind sehr intelligente und dementsprechend neugierige Tiere. Sie streifen durch ihr Revier, untersuchen alles und vergewissern sich, dass alles in Ordnung ist. Folgendes ist dabei zu beachten:
- Weg mit giftigen Pflanzen!!
- Fenster schließen, wenn man die Wohnung verlässt! Kippfenster können zu einer tödlichen Gefahr werden!
- Waschmaschine, Mikrowelle, Trockner, Ofen, etc. schließen und stets einen Blick hineinwerfen ehe man sie „anschmeißt“.
- Reinigungsmittel, Pestizide, Medikamente etc. gut wegschließen (wer sich darunter nun nichts vorstellen kann, soll sich einfach vorstellen, man habe Kleinkinder im Haus.)
- Zigaretten sind KEIN Spielzeug, sondern eine große Gefahr! Aufpassen!
- Zerbrechliches möglichst aus der Reichweite bringen (zum einen kann es der Katze beim eventuellen Zerbrechen Schaden zufügen und zum anderen hängt man sicher an der teuren Ming-Vase.)
- Achtung heiße Herdplatte! Nach dem Kochen sollte man einen Topf kaltes Wasser auf die heiße Platte stellen, zum einen wird die Platte dann schneller kalt und zum anderen verhindert man böse Verbrennungen an den zarten und empfindlichen Pfötchen, wenn Katze hinaufspringt (kommt sehr, sehr häufig vor!), Vorsicht sollte auch bei Toastern, Wasserkochern, etc. geboten werden.
- Weg mit allen Geräten, die spitz und scharf sind, wie Schere, Messer, etc.
- Vorsicht bitte auch mit Kabeln! Beim Toben oder „langes Kabel-Ding kaputt machen“ sind schon böse Dinge geschehen!
- Brennende Kerzen haben schon so einige Miezen magisch angezogen und wer mal das Fell einer Katze hat brennen sehen, weiß wie verdammt gefährlich sowas ist, denn Katzenfell brennt sehr schnell und sehr heftig! Achtung also bei Kerzen jeglicher Art. Keine Sorge, die Weihnachtszeit kann man trotzdem genießen, man sollte nur ein Auge darauf haben.
- Bitte vorsichtig sein mit kleinen, verschluckbaren Teilen, auch sie können eine ganze Menge Schaden anrichten und sogar tödlich enden, wenn es zu einem Darmverschluss kommt und man ihn nicht rechtzeitig behandelt!
- Insekten sind nicht nur häufig eine Menschenplage, sondern können auch für Katzen arg unangenehm werden. So sind beispielsweise Wespen oder Bienen der Mieze schon oft gefährlich geworden, Vorsicht also!
- Wer gerne bei ikea einkaufen geht, kennt die fiesen, großen Klammern, mit denen die Kartons verschlossen sind. Katzen lieben Kartons, aber bitte ohne Klammern!
Wer sich das nun genau durchgelesen hat, wird feststellen, dass man eigentlich großartig nichts zu beachten braucht. Es ist als habe man ein Kleinkind zuhause, also alle Gefahren, die einem Kind gefährlich werden könnten, auch beim Einzug der Mieze, berücksichtigen!
Siehe auch:
http://www.katzen-lexikon.de/Giftige_Pflanzen
http://www.katzen-lexikon.de/Gifte

8.) Körperfunktionen und Krankheitszeichen
Die körperlich pyhsiologischen Werte von Katzen zu kennen, ist nie verkehrt und kann bei Tierarztbesuchen oder Veränderungen der Mieze wertvoll sein.
Normale Körpertemperatur: 38° C bis 39,2° C (Fieber ab 39,5° C)
(Dass die Körpertemperatur im Einzelnen variieren kann, ist normal und nicht besorgniserregend. Sie ist bei Kitten erhöht, nach Anstrengung, Stress, Fressen, etc ("vorübergehende erhöhte Temperatur") Die Temperatur kann um etwa 0,1° C - 0,2° C steigen. Erhöhte Tmperatur muss aber unbedingt beobachtet werden!)
Puls / Herzschlag: 110 - 130 Schläge pro Minute
Atmung: 20 - 40 Atemzüge pro Minute

Grundlegendes:
- Untertemperatur und Fieber sind sofort tierärztlich abzuklären!
- Hecheln zeigt eine Atemnot. Auftreten kann sie aufgrund von Aufregung, Stress, Angst, Hitze, etc. Vermeintlich grundloses Hecheln jedoch ist zwingend abzuklären.
- Erbrechen und / oder Durchfall über einen längeren Zeitraum oder wenn sie ununterbrochen sind, sind zwingend sofort zu behandeln (Achtung! Flüssigkeits- und damit Elektrolytverlust drohen! Gefahr des Schocks!)
- Apathie, Bewegungsschwierigkeiten jedweder Art, vermehrtes grundloses Speicheln, Krämpfe, Kopfschiefhaltung sind schnellstens abzuklären
- Appetitlosigkeit sollte spätestens nach 2 nicht gefressenen Mahlzeiten, spätestens jedoch nach 1 Tag, abgeklärt werden (außer es sind andere Symptome vorhanden wie Körpertemperaturschwankungen, Apathie, Schmerzenslaute oder anderes, dann bitte umgehend)
- bei plötzlicher Unsauberkeit bitte zuerst den Tierarzt aufsuchen um eine eventuelle Erkrankung auszuschließen oder zu diagnostiszieren und zu behandeln
- wird kein Urin und / oder Kot mehr abgesetzt, bitte SOFORT zum Tierarzt
- Verfärbungen der Schleimhäute (rot, weiß, bläulich oder gelblich) bedürfen sofortiger tierärztlicher Abklärung. Sie sind gut an den Augen, aber auch in der Maulhöhle erkennbar.
- Veränderungen an den Augen gehören schnellstens in die Hände eines Tierarztes, gleiches gilt für die Ohren oder den Rest des Kopfes
- Verbrennungen, Verätzungen, Vergiftungen, etc. müssen sofort behandelt werden! Nicht warten!
- plötzliche und grundlose Aggression gehören zu allererst zu einem Tierarzt!
- und selbstverständlich gehört Bewusstlosigkeit ebenfalls sofort zum Tierarzt!

Die o. g. Stichpunkte sind lediglich eine ganz grobe und kurze Auflistung von Symtpomen für das Erkennen eines Notfalls. Sie zeigen uns die Dringlichkeit des Arztbesuches.

Vor einem Tierarztbesuch bitte nicht das Tier "vorzeigetauglich" machen. Es erschwert die Diagnose!

Bitte keine Selbstmediaktion vornehmen!

9.) Welches Futter soll ich denn nehmen?
Futterkunde ist schon fast eine richtige, kleine Wissenschaft. Hierbei sollte man sich wirklich mal einen Nachmittag Zeit nehmen und Futtersorten auseinander klamüsern. Es gibt mittlerwele sehr viele gute und empfehlenswerte Futter. Nun kommt es nur noch darauf an, ob die Miez es mag und verträgt. Ihr könnt in der Ernährungsrubrik schon einiges nachlesen oder aber im FAQ (gleiche Rubrik).
Folgendes aber sollte NICHT im Futter enthalten sein:
- Zucker
- Aromastoffe
- Konservierungsstoffe
- Farbstoffe
- Lockstoffe
Sowas gehört nicht ins Katzenfutter. 60-70 % Fleisch sollte schon im Futter enthalten sein.
Selbiges gilt für die Futtermenge. Es kommt auf die Katze und auf das Futter an. Je schlechter das Futter umso mehr braucht man davon. Es ist schier unmöglich hier eine Allgemeinregel für die Futtermenge aufzustellen.
Alternativ haben wir noch die Rohfleischfütterung, allerdings ist das ein sehr komplexes und ausführliches Thema, mit dem man sich umfassend beschäftigen sollte ehe man es auch anwendet. Sagen aber kann man, dass es die artgerechteste und natürlichste Nahrung für die Katze ist!
Mehr zum Thema Futter auch hier:
viewforum.php?f=3

10.) Die Qual der Wahl: Männlein oder Weiblein? Züchter oder Tierheim?

Das Geschlecht ist vollkommen wurscht. Wer sich in ein Kätzchen verliebt, den interessiert es nicht mehr, ob es nun ein Weiblein oder ein Männlein ist. Pauschalaussagen nur aufgrund des Geschlechtes zu treffen, wäre schlichtweg falsch. Egal welches Geschlecht: Katzen sind so unterschiedlich in ihren Charakteren wie Menschen. Ein Kater kann genauso zickig sein wie eine Katze (denen man das ja ganz gern nachsagt). Gleiches gilt für schmusig, frech, ängstlich, usw.
Unterschiede gibt es großartig keine.
Die Fellfarbe sagt über den Charakter übrigens genauso wenig aus wie das Geschlecht.
WOHER man sich die Katze holt sollte keine Frage sein, denn die Antwort darauf lautet klar und deutlich: Tierheim oder tierheimähnliche Organisationen (Katzenhilfen, Katzenschutzbund, etc.pp.).
Wir haben hier nicht nur das Argument, dass auch diesen Tieren ein schönes Zuhause nicht verwehrt bleiben soll. Wer meint, er könne im Tierheim weder Babykatzen noch Rassekatzen finden, liegt falsch! Auch hier gibt es sehr, sehr oft Katzenkinder "dank" des ungewollten Nachwuches (siehe Kastration) und Rassekatzen ebenso häufig. Tierärzte arbeiten häufig mit solchen Stiftungen zusammen und haben auch Aushänge über Tiervermittlungsstellen. Und wer privat eine Katze findet, die abgegeben werden soll wegen Wohnungswechsel, Schwangerschaft (was übrigens Schwachsinn ist! - jedenfalls in den allermeisten Fällen), etc. kann natürlich auch diese mit nach Hause nehmen, denn auch diese Katze würde früher oder später im Tierheim landen oder wer weiß wo.
Tierheime eurer Nähe findet ihr hier:
http://www.tierschutzbund.de/tierheime

11.) Nehme ich eine oder besser zwei Katzen?
Was die Katze betrifft, so ist das abhängig davon, ob sie wirklich ein Einzeltier ist, die überhaupt keine Artgenossen duldet oder nicht. Wer genug Platz hat und den ganzen Tag nicht Zuhause ist, sollte besser zwei Katzen nehmen, denn wie ich schon sagte: Katzen sind intelligente Tiere und sie können sich leicht gelangweilt und unterfordert fühlen: Ein Katzenkumpel oder der Bruder/die Schwester machen das Leben viel, viel aufregender und spannender. Da kann einem auch dann nicht langweilig werden, wenn Mensch den ganzen Tag unterwegs ist.
Im Tierheim findet man viele Katzenpärchen oder Geschwister, die gern zusammen sind und die man dann auch nicht trennen sollte. Man tut sich selbst auch einen Gefallen damit, denn gelangweilte und unterforderte Katzen können auch zu sog. „Unarten“ neigen, wie z.B. das Markieren. Ursachen sind dann eben Langeweile und Einsamkeit. Das sollte man der Katze gar nicht erst antun, wenn man weiß, dass es sich eben nicht um ein Einzelgängertier handelt.
Siehe auch:
http://forum.samtpfoetchen.de/viewtopic.php?t=2012
http://forum.samtpfoetchen.de/viewtopic.php?f=34&t=8945
Und: http://www.tierheim-hilden-ev.de/2010/1 ... elhaltung/

12.) Gibt es Namensvorschläge?
Meistens hat man spontan den Namen für eine Katze im Kopf, wer sich aber nicht sicher ist oder noch nichts passendes gefunden hat, kann hier gucken:
http://www.katzen-lexikon.de/Namensfindung

13.) Freigänger oder Stubenkatze?
Diese Frage stellt sich häufig und klärt sich auch ebenso häufig. Meistens sind die Wohnverhältnisse nämlich nicht vorhanden, denn wer im 7.Stock eines Hochhauses lebt, braucht sich diese Frage gar nicht erst stellen, außerdem bitte Katzen drinnen halten an stark befahrenen Straßen, in Großstädten (alles schon dagewesen!), Jagdgebieten, etc.
Auch Menschen können gefährlich werden und zwar in jeglicher Form. Die Wohnlage wie auch das Wohnverhältnis macht hier eine ganze Menge aus.
ABER: Ist eine Katze einmal Freigänger gewesen, sollte man die Umgewöhnung zur Stubenkatze direkt vergessen! Und wer es dennoch versucht, macht nicht nur Erfahrung mit ungewünschtem Verhalten, sondern hat auch eine totunglückliche Katze zu Hause! Bitte also vorher bedenken!

14.) Muss ich meine Katze vor der Kastration decken lassen?
Ganz klipp und klar: NEIN! Und wer sowas erzählt, erzählt Unfug. Wenn das jeder so machen würde, wäre die Katzenflut noch um ein Vielfaches schlimmer, als sie eh schon ist. Also bitte keinen Bären aufbinden lassen, sondern zum Tierarzt mit Frau Katze, wenn sie für eine Kastra alt genug ist. Damit erspart man sich selbst, der Katze und auch dem Katzenelend so einiges!

15.) Finde ich im Tierheim auch Katzenkinder oder Rassekatzen?
Absolut ja! Entgegen der landläufigen Meinung, Rassekatzen landen nicht im Tierheim, sind sie sogar nicht gerade wenig in den Tierheimen vertreten und warten auf ein neues Zuhause. Dort sind die unterschiedlichsten Rassen zu finden. Auch Katzenkinder sind dort sehr häufig zu finden und werden meistens mit einem sog. "Kastrationsgutschein" vermittelt. Wenn also die Katze oder der Kater im kastrationsfähigen Alter ist und beim Tierarzt kastriert wird, übernimmt das Tierheim die Kosten dafür. Für Einzelheiten fragt in den Tierheimen eurer Nähe nach.
Schön aber wäre es auch, wenn Ihr eine ältere bzw. alte Katze aufnehmen würdet, die ihr restliches Leben noch ein schönes Zuhause mit viel Liebe und Streicheleinheiten haben darf. Viele Tiere im Tierheim sind schon sehr lange dort (einige viele Jahre ihres Lebens), alt und/oder krank und würden sich für ihre letzten Lebensmonate noch ein paar liebe Menschen wünschen, die ihnen noch einmal richtige Zuneigung entgegen bringen würden und ihnen einen echte Familie wären.
Egal aber, wofür ihr euch entscheidet: Ihr gebt einem Geschöpf aus dem Tierheim ein Zuhause und das ist Gold wert! Schaut euch einfach um. Wenn das Herz "ja" sagt, ist alles paletti.

Tierheime eurer Nähe findet ihr auf der Seite des Tierschutzbunds:
http://www.tierschutzbund.de/tierheime
Und wer mal bei Google das Wörtchen "Katzenhilfe", Tierheim oder "Katzenschutzbund" eingibt, kann auch dort direkt Katzenvermittlungsstellen seiner Nähe finden.

Und eins noch zum Schluß:
Katzen lassen sich NIEMALS wirklich erziehen und sie machen auch niemals das, was wir gern hätten! :cat-wink: :cat-wink:
(Und das ist auch verdammt gut so... :cat-lol: )
:pfote: Liebe Grüße von Bine & den Fellis :pfote:

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