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Meine Katze darf nur eins: Urinary

Re: Meine Katze darf nur eins: Urinary

Beitragvon Samuja am Fr 14. Jan 2011, 13:41

TÄ einfach zu vertrauen mit dem Wissen "die machen das schon" kann fatale Folgen haben und ich stimme zu: ein anderer TA als der vom TH wäre angebracht.
UNd da spielt es auch keine Rolle mehr, ob Deine Mutter auf dich "Hört", oder nicht.
Leider sind TÄ keine "Götter in weiß", und es gibt schwarze Schafe! TÄ sind "nur" Dienstleister, die dafür sorgen müssen, auf ihre Kosten zu kommen, was gewiss nicht einfach ist! Daher sind sie natürlich dankbar um jeden, der auf Spezialfutter etc angewiesen sind. (Es gibt auch andere TÄ, aber man muss sehr genau hinsehen!)
Aber ich hab das Gefühl, dass Du eh ziemlich überzeugt davon bist, dass der TA "das schon macht" und Du keine der Möglichkeiten, Dich selber zu informieren, genutzt hast. Schade.

LG, Sam
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Re: Meine Katze darf nur eins: Urinary

Beitragvon Mephisto am Fr 14. Jan 2011, 14:49

:cat-eek: :cat-eek: :cat-eek: :cat-eek:

Oi oi oi, wenn ich sowas lese.... :cat-eek:

Liebe Schneekatze,

ich kann hier jetzt gerade gar nicht so richtig folgen. Wie alt ist denn deine Miezi?
Dass angeblich nur Urinary gegeben werden darf, wissen wir ja nun (was übrigens immer noch nicht richtig ist ;-) ). Was ist denn da mit der Leber los? Kannst du mir vielleicht sagen, welche Tabletten das sind, die Ihr da täglich gebt? Wenn du nicht weißt um welche Krankheit es geht, reicht evtl. schon der Name des Medikaments. Schau doch mal auf die Packung drauf.

Dann gebe ich dir noch einen seeeeehr guten Tipp (auch wenn er schon genannt wurde) aus eigener Erfahrung: Informiere dich!!
Mach dich selbst schlau, erkundige dich. Lass dir nie etwas vorbeten oder hinein ins Blaue einfach erzählen, sondern erkundige dich selber! Hey, heutzutage gibt es Internet, das kann man für mehr nutzen als Chatten. ;-) Zu meiner Zeit gab es das nicht...oh.... :cat-shy: verzeihung, klingt wie Elterngebrabbel...*ähem* (Stimmt aber trotzdem, dass ich kein Internet hatte mit 13, ich hatte es erst mit 18 ;-))
Nun, wie auch immer, ich will dir eigentlich nur sagen: Lass dich nicht für dumm verkaufen, auch nicht von Ärzten! Gerade nicht von Ärzten! Sei immer einen Schritt weiter und frag immer nach! Hinterfragen ist immer besser als am Ende mit null Plan dazustehen mit Dingen, die man nicht rückgängig machen kann und die einem nun auch niemand mehr erklärt. Man sollte sich nicht immer auf andere verlassen, sondern selbst nachforschen und sich selber Dinge aneignen. Du wirst dich wundern, welchen Stuss man dir oft erzählt. ;-) Wissen zahlt sich aus!

Nun noch etwas zu der Ausbildung von Tierärzten. Ich habe das schon etwas öfter erzählt, ebenso wie andere User hier das auch schon erwähnt haben, kann es aber nicht oft genug sagen.
Zum einen müssen wir uns leider leider von dem Gedanken verabschieden, dass alle Tierärzte diesen Beruf aus ihrer grenzenloser Tierliebe heraus gewählt haben. *huuuust* das stimmt nämlich leider sehr oft nicht. Ärzte denken genauso wirtschaftlich wie Handwerker, denn ein Tierarzt verdient sein Geld dadurch, dass das Tier krank ist. Je mehr Tiere krank sind, desto besser für den monatlichen Kontostand. Tierliebe hilft ihm nicht weiter, wenn er plötzlich nichts mehr zu tun hat; er lebt nämlich von dem Beruf wohl oder übel, also muss er auch schauen, dass Arbeit da ist.
Ein kleiner Nebenverdienst in dem leider extrem schlecht bezahlten Beruf (ist der schlecht bezahlteste akademische Beruf und die Tierarzthelferin übrigens die schlecht bezahlteste nicht-akademische Kraft in einem akademischen Beruf... :cat-phycho: ist etwas verwirrend, einfacher ausgedrückt: Ein TA verdient nicht viel, eine Tierarzthelferin verdient ebenfalls kaum was....) ist der Futterverkauf. Ha! :cat-idea.gif:
Tierarztrechnungen hören sich immer hoch an, da hängt aber viel dran: Medikamente sind nicht billig, die ganze Ausstattung, die Arbeitskräfte, die Miete, und es soll auch noch was für den Arzt selbst übrig bleiben. Es reicht nicht wirklich, wenn man nicht vorher schon entsprechend wohlhabend war.
Was aber ein gutes Zusatzeinkommen bringt, ist Futter! Leider lernen Tierärzte aber nur sehr wenig von guter Ernährung im Studium, wann soll dafür auch Zeit sein? Ernährung wird grob angerissen, aber nicht wirklich besprochen und angeeignet. Tierärzte, die etwas über Ernährung wissen wollen, müssen nach Beendigung ihres groben Studium Zusatzseminare belegen. Aber das macht nicht jeder Tierarzt...es geht auch einfacher:
Schon im Studium kommen die Futterfirmen zu den angehenden Tierärzten und werben sie ab. Da gibts schöne Werbepräsente und schon ne ganze Menge an Praxisausstattung dazu, die Futterfirmen schreiben sogar selber Bücher und machen Bildmaterial, alles für die tierlieben Tierärzte. Das macht aber keine Firma einfach so; also sagen sie den Tierärzten gleich mit, dass sie zwar viel Ausstattung, Materialien, usw. kriegen und diverse Dinge bezahlt bekommen, dafür aber auch das Futter X vertreiben müssen.
Zum Beispiel: Urinary!
Wenn man dem ahnungslosen, nichtswissendem Besitzer gut verkaufen kann, dass das Tier unbedingt dieses Futter haben MUSS, dann wird der Besitzer das auf Anraten eines Mediziners natürlich auch machen. Jetzt hat der TA es geschafft den Kunden an sich zu binden und außerdem regelmäßig noch Einnahmen durch ihn zu erzielen, indem er regelmäßig das Futter an Frau Müller verkauft, die nur das Beste für ihren Fiffy will.
Er bekommt sogar Provisionen von den Firmen, je mehr Futter er an die Besitzer bringt. Das gibts noch zusätzlich oben drauf. Und wenn die Futterfirma X gerade "Rabattwochen" hat...wow, da sollte man als TA gucken möglichst viel Futter wegzukriegen, weil sich die Einnahmen richtig lohnen!

Tierärzte betreiben ein Unternehmen wie jeder andere Unternehmer auch. Ein Arzt denkt wirtschaftlich und das ist auch okay so, er soll schließlich auch leben dürfen! An uns aber liegt jetzt, ob wir dabei mitmachen wollen oder nicht. Ich halte nichts davon einem Tier sein Leben lang den gleichen Mist zu füttern. Ich halte auch nichts davon einer Katze ausschließlich Trockenfutter zu geben.
Ich WEISS, dass TÄ keinen Plan von Ernährung haben, weil ich mich informiert habe (sei es direkt oder indirekt). Ich weiß auch, wann die TÄ mir Müll erzählen und ich weiß auch, wann die TÄ anderen Leuten Müll erzählen (wenn ich mir unsere Tierarztrubrik so anschaue...da war viel dabei!).
Ich hab früh gelernt, dass es nicht gut ist anderen vertrauensvoll alles in die Hände zu legen, sondern mich selbst schlau zu machen. Ich mag es nicht von Dingen nicht Bescheid zu wissen, insbesondere dann, wenn es sich um die Gesundheit meiner Tier handelt, oder meine oder die meiner Lieben. Ich vertraue nicht einfach so einem Arzt, denn ich habe schlechte Erfahrungen damit gemacht einfach alles zu glauben, was man mir erzählt, und Dinge einfach hinzunehmen!
Es sind keine Götter! Das lernt man auch in keinem Studium wie man Gott wird, sonst wär ich die erste, die das Fach belegen würde. ;-)

Deswegen: Nimm die Tipps an, die genannt wurden. Mach dich SELBER schlau! Hinterfrage medizinisches Gebrabbel, was ein Arzt dir eh meistens so erzählt, dass du kein Wort verstehst, du SOLLST es ja auch nicht verstehen. Denn veräppeln kann man nur die Menschen, die nichts wissen.
Das hat übrigens auch nichts mit Geldverschwendung zu tun. ;-)
Holt euch ruhig eine 2.Meinung ein und wenn nötig auch noch eine 3., 4. oder 5.!

Verlass dich nicht bloß auf das Wissen anderer, und erst recht nicht auf das Wissen von nur einem. ;-)

Liebe Grüße
:pfote: Liebe Grüße von Bine & den Fellis :pfote:

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Re: Meine Katze darf nur eins: Urinary

Beitragvon Little Witch am Fr 14. Jan 2011, 20:14

Mephisto, das ist ja mal ganz interessant zu wissen wie so ein TA teilweise wirklich vorgeht. Ich denke einen guten TA erkennt man daran das er soviel behandelt wie notwendig aber nicht übertreibt so nach dem Motto "Und hier das noch und dies noch ... usw."

Viel hilft nicht immer viel. Weniger ist oftmals mehr.
Liebe Grüße von Little Witch

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Re: Meine Katze darf nur eins: Urinary

Beitragvon Schneekatze am Fr 14. Jan 2011, 20:28

@Mephisto: Danke für die ganze Info!

So: Leider weiß das Tierheim nicht, wie alt die Kätzin ist, sie war ein "Fundtier", die angeblichen Finder haben sie einfach abgegeben, aber die im Tierheim glauben das sie dort abgegeben wurde, weil sie zu Krank, und damit zu teuer war.

Kurz zu den Tabletten: auf der Packung steht: Legavit-Komplex, diese Tabletten muss sie immer schlucken (Was sie gar nicht lustig findet...). Das is sone Packung: http://www.premiumtierfutter.de/images/mittel/0092_z.jpg

Tjaaaa, du hast recht. Unwissenden kann man alles andrehn (oder vieles...). Man weiß halt nie was sich hinter einem Tierartzt verbirgt. Die meißten wollen doch eh nur Kohle schäffeln...
Na ja, ich werd meiner Mutter mal dieses Thema zeigen, und dann werden wir (Nö, ich) mal sehn was sie dann sagt. ^^

Danke für eure hilfe, ihr seid so lieb.^^
Liebe Grüße, Vanessa (Schneekatze)

Ob eine schwarze Katze Unglück bringt kann ich nicht sagen, dass hängt davon ab ob man ein Mensch oder eine Maus ist.
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Re: Meine Katze darf nur eins: Urinary

Beitragvon Mephisto am Sa 15. Jan 2011, 10:52

Ehe das völlig missverstanden wird darf man nicht vergessen: Tierärzte sind und bleiben Fachleute, die nicht umsonst jahrelang studiert haben. Ein leichter Job ist das bei weitem nicht. Wie gesagt: Blöde Arbeitszeiten, schlechte Bezahlung, Verantwortung, etc. Toll ist anders... :roll: Ohne unsere vielen TÄ wären viele Tiere nicht mehr, das darf man nicht vergessen!
Dafür dass ein TA jahrelang studiert hat und noch weitere Jahre weiterlernen muss ehe er wirklich "allein" arbeiten kann, ist der "Dank" schlecht! Als angestellter TA verdient man kaum was, hat aber schon Unsummen ausgegeben für die eigene Fort-und Weiterbildung.

Aber man muss trotzdem mal realistisch drauf schauen und die Kirche im Dorf lassen. Viele TÄ sind halt eben nicht wie in der romantischen Vorstellung der Besitzer, Tierfreunde durch und durch und machen alles selbstlos. Klar sollte man Tiere nicht völlig abstoßend finden, aber ein Tierfreak muss man auch nicht sein und wer das ist, gewöhnt sich das während des Studiums meist ganz schnell ab.
Und nur weil jemand Medizin studiert hat, bedeutet das nicht, dass er intelligent, lieb & nett, etc. ist. Deswegen sage ich auch immer: Selber schlau machen. Man kann nicht einfach die Verantwortung abgeben und sagen "der macht das schon", sondern man muss sich selbst erkundigen und eben auch mal noch mehrere Meinungen einholen. Und gerade jetzt in den Zeiten des Internets ist es nicht mehr schwer an Infos ranzukommen, Erfahrungsberichte anderer zu lesen mit dem gleichen Problem, und andere um Rat zu fragen. Nicht jeder TA ist gut, das darf man einfach nicht vergessen.
Und wieso sollte es verwundern, wenn ein TA auch wirtschaftlich denkt? Das machen wir doch alle!

Was den Legavit-Komplex angeht: Das ist kein "Medikament" in dem Sinne, sondern eine diätetische Nahrungsergänzung zur Unterstützung der Leberfunktion. Es ist also nicht möglich aufgrund dieses Ergänzungsfuttermittels nun das wirkliche Leberproblem deiner Miez herauszufinden, da müsstest du mal genauer nachfragen.
Im Übrigen ist die Leber ein sehr, sehr interessantes Organ. Es lohnt sich sie mal näher zu betrachten. Ich wette du kommst aus dem Staunen nicht mehr raus! ;-)
:pfote: Liebe Grüße von Bine & den Fellis :pfote:

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Re: Meine Katze darf nur eins: Urinary

Beitragvon Ajoscha am Sa 15. Jan 2011, 14:58

Viel kann ich zu diesem Thema nicht hinzufügen. Was Bine und die Anderen schon geschrieben haben, kann ich nur zustimmen.

mein Kater mußte wegen der Blasensteine im Alter von 8 Monaten operiert werden. Als einziges sollte ich auf die Aufnahme von Rohprotein achten, das habe ich gemacht und seit dem ist alles ok.
Jetzt im "Alter" habe ich allerdings die Nahrung umgestellt und es ist immer noch alles im Lot.

Noch ein Wort zum Thema TA und Povision: ich habe dann wohl das Glück, das mir mein TA kein "Produkt" aufdrückt. Ich bespreche immer mal wieder mit ihm was ich füttere und er gibt mir dann "Allgemeininformationen" die auf meine beiden Kater auch passen.


LG Ajoscha :cat-wave:
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Re: Meine Katze darf nur eins: Urinary

Beitragvon Frank am Sa 15. Jan 2011, 17:18

Hallo Sam,

was ist das für ein Tierarzt der sowas nicht weiß?! :oops:







Grüße, Frank :cat-noidea:
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Re: Meine Katze darf nur eins: Urinary

Beitragvon Schneekatze am Do 27. Jan 2011, 00:19

Ja, also. Mavis ist wieder vollkommen gesund, darf normales Katzenfutter fressen, und hatt NICHTS mehr mit der Leber. :)
Liebe Grüße, Vanessa (Schneekatze)

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Re: Meine Katze darf nur eins: Urinary

Beitragvon Frank am Do 27. Jan 2011, 00:33

sehr gut :ja:







Grüße, Frank :cat-top:
Frank
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Re: Meine Katze darf nur eins: Urinary

Beitragvon Mephisto am Do 27. Jan 2011, 11:10

Na also. Wunderbar. :cat-top:

Freut mich!
:pfote: Liebe Grüße von Bine & den Fellis :pfote:

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