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Wie ich zu meinem neuen Dosi kam

Wie ich zu meinem neuen Dosi kam

Beitragvon vagabund62 am Do 30. Dez 2010, 13:41

Guten Tag. Mein Name ist Lilly. Mittlerweile bin ich 8 Jahre alt und lebe nun schon 6,5 Jahre bei meinem "neuen" Dosi. Wie es dazu kam möchte ich nun hier erzählen.

Geboren wurde ich 2002 in Berlin. An meine ersten Lebensmonate kann ich mich kaum erinnern, ausser das ich mit meinen Geschwistern und meiner Mama zusammenlebte. Nach einiger Zeit, wir tranken schon lange keine Milch mehr, kamen zu meinen Dosis immer Menschen, die uns anschauten, auf den Arm nahmen und riefen " Wie süss". Kurz darauf wurden wir erneut hochgehoben und in so eine komische Kiste mit Gitter gesetzt...Warum denn das nur??? Waren wir ungezogen und sollen bestraft werden??? Wir mauzten, doch es half nichts, wir wurden getrennt. Auf einmal war ich an der Reihe. Ich schickte mich in mein Schicksal und war gespannt was nun passieren sollte. Der Mensch, welcher mich holte, war ein freundlicher Mann. Er redete beruhigend auf mich ein und trug die olle Kiste(später erfuhr ich das das Ding Transportbox heisst) zu einem komischen und kleinen Haus. Warum das komisch war? Das Haus stand auf 4 so runden, schwarzen Dingern. Jetzt wurde die Tür aufgeschlossen und der Mann stellte meine Transportbox hinein. Dann ging er auf die andere Seite und kletterte in das komische Haus. Wieder sprach er auf mich ein und sagte mir das ich keine Angst zu haben brauche, wir würden nur "Auto" fahren. Was, zum dreimal gestiefelten Kater, war denn nun schon wieder ein Auto???
Hmmm, na das werd ich ja gleich sehen, dachte ich gerade als es auf einmal sehr laut wurde. BRUUUUUUMMMM, BRUUUUUUMMMM tönte es. Ich erschrak, kauerte mich in die hinterste Ecke meiner Box und fing an zu mauzen. Auf einmal bewegten wir uns, obwohl ich ja in der Box lag und nicht lief. Komisch. Nach einer geraumen Weile blieben wir stehen und der Mann nahm meine Box zu sich auf die Knie, steckte seine Finger durch das Gitter, streichelte mich und öffnete, als er meinte mich beruhigt zu haben, die Tür des Autos. Wir stiegen aus.
Was sollte denn nun passieren? Der Mann ging durch eine grosse Tür. Dann mussten wir viele Stufen klettern, wobei meine Box ganz schön ins schaukeln kam. Plötzlich blieb der Mann stehen und drückte auf einen Knopf. Es klingelte. Ja, eine Klingel kannte ich schon von früher, hatte aber noch nie eine gesehen. Plötzlich öffnete sich die Tür, vor der wir standen und ich sah einen ziemlich kurzen Menschen. Dieser riss die Arme hoch und rief laut Papaaaaa. Aha der Mann hiess also Papaaaa. Hätte er mir doch sagen können. Hinter dem "Kurzen" erschienen erst ein komisch aussehender Vierbeiner(nein eine Katze war das nicht) und eine Menschenfrau. Der "Kurze" drehte sich, als er mich sah zu der Menschenfrau um und rief: Mama, kuck mal, eine Mieze...
Aha, die Frau hiess also Mama... Plötzlich hiess es vom "Kurzen": Benji, kuck mal... Sollte Benji etwa der Vierbeiner sein??? Scheinbar ja, denn der Vierbeiner machte kurz "wau". Wau? War das etwa??? Davon hatte doch mir meine Mama erzählt...Das war ja ein HUND!!! Vor denen muss man sich doch vorsehen... Die jagen doch uns Katzen!!! Na toll, dachte ich... Aber ich war ja in meiner Box. da konnte mir ja nichts passieren. Also Papaaaa, lass mich bloß drin...

(Puuuh, jetzt bin ich aber vom vielen erzählen erschöpft und muss mich ausruhen...Werde später weitermachen mit meiner Geschichte....)



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Re: Wie ich zu meinem neuen Dosi kam

Beitragvon Kyyra am Do 30. Dez 2010, 20:43

Boah, Lilly, das ist aber spannend. :cat-smile4:
Ich bin schon sehr gespannt wie Deine Geschichte weitergeht.
War bestimmt sehr aufregend was Dir da alles schon passiert ist.
Aber hast Recht, ruh`Dich erst mal aus und erzähl weiter wenn Du wieder fit bist. :cat-wink:
Liebe Grüße

Kyyra

Plöpi, mein Findelkind und Salim, mein weißer Riese ihr seid unvergessen und ewig geliebt!

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Re: Wie ich zu meinem neuen Dosi kam

Beitragvon uschi am Fr 31. Dez 2010, 13:52

wow Lilly, das war ja ein aufregender Neuanfang, wir sind schon auf die Fortsetzung gespannt

LG. Tom und Timmy mit Dosi
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Re: Wie ich zu meinem neuen Dosi kam

Beitragvon vagabund62 am Mo 25. Jun 2012, 07:17

Leider konnte mein "Dosi" nicht früher schreiben, erst war er viel auf "Arbeit", danach wurde er sehr lange krank und anschliessend war dieses Ding, das er immer "Computer" bzw "PC" nennt kaputt. Doch jetzt, wo alles wieder in Ordnung ist, diktiere ich ihm die Fortsetzung meiner Geschichte...

Fortsetzung

Nun, was soll ich Euch sagen, natürlich konnte ich nicht in meiner Box bleiben. Das Gitter wurde geöffnet und mir gut zugeredet, damit ich raus kam. Hmm soll ich oder soll ich nicht??? Schließlich war da ja noch dieser komische Hund.
Meine Mama hatte mir ja gesagt das Hunde nicht die besten Freunde von uns Katzen sind und uns immer jagen. Doch dieser "Benji" verhielt sich ganz anders als ich mir das vorgestellt hatte. Er kam immer zur Box, schnüffelte und wedelte mir seinem Schwanz. Dann sprang er zurück, wedelte wieder mit seinem Schwanz, wartete kurz und kam erneut zu meiner Box. Anschließend begann das gleiche von vorn. nachdem ich mir sein Verhalten eine Weile angesehen hatte kam ich zu dem Schluss das er mir nichts böses tun würde, sondern mich nur zum spielen einlud. Langsam, ganz langsam kam ich aus der Box raus. Sofort nahm "Papa" die Box und stellte sie in einen Schrank. Mist... wohin soll ich nun gehen wenn es doch gefährlich wird??? Benji kam auf mich zu... Hiiiiilfe!!! In meiner Not fiel mir nichts anderes ein als zu fauchen. Er stoppte kurz vor mir, sah mich fragend an, schnüffelte und...schleckte mich ab. Iiiiiiih, bäh, eine Hundezunge in meinem Gesicht. Sofort sprang ich zur Seite. Wo war Papa??? Warum beschützt er mich nicht, waren meine Gedanken. Plötzlich hörte ich eine Stimme, die Stimme von Papa. Komisch, ich hörte aber sah ihn nicht... Dann endlich sah ich ihn, er stand in einer Tür und sagte: "na wie ich sehe habt ihr Euch schon miteinander bekannt gemacht, ich hoffe du fühlst dich bei uns wohl". Dann nahm er mich auf den Arm. Sofort gingen bei mir die Alarmglocken los. Sollte ich schon wieder weggebracht werden??? Hatte ich etwas falsch gemacht und meinen Papa damit erzürnt??? Nein, das würde ja nicht zu seinen freundlichen Worten passen. Mit zitterndem Körper harrte ich nun der Dinge die da kommen würden. Er ging mit mir durch diese Tür, in welcher er vorhin stand, zeigte auf ein blaues Viereck mit einem Loch vorne drin und sagte dann: "Sieh mal Lilly, das habe ich für dich gerade zurechtgemacht". Wer zum Teufel ist denn nun "Lilly"??? Was sollte ich denn mit dem ulkigen Ding anfangen was für mich war??? Sollte das etwa mein neuer Schlafplatz sein??? Plötzlich ging es abwärts. Papa bückte sich und setzte mich vorsichtig auf den Boden, genau vor dem Ding und redete auf mich ein. "Nun geh doch hin und sieh es dir an, Lilly, das ist extra für Dich allein". Na gut dachte ich, tu ich ihm mal den Gefallen. Vorsichtig sah ich in das Loch. Da drin lag ja was weisses, krümeliges! Interessant, das musste ich mir näher ansehen, denn es erinnerte mich an Sand. Erstmal schnuppern... Den Geruch kannte ich zwar noch nicht, aber es roch gut. Nun steckte ich mein Köpfchen rein und schnupperte erneut... Plötzlich wurde ich von Papa vorsichtig geschoben, so das ich auch mit dem restlichen Körper rein musste. Das Zeug unter meinen Pfötchen fühlte sich gut an, ich begann zu scharren. dann hörte ich nur:"Schön das dir dein Katzenklo gefällt Lilly... da kannst du immer dein Geschäft verrichten". Schon wieder "Lilly". War ich etwa damit gemeint??? AAAha, also ein Katzenklo war der Kasten, das kannte ich schon, aber mein altes war nicht so hoch und hatte kein Dach. Geschäft verrichten??? Was soll das denn nun wieder sein??? Meint er etwa ich kann da pieseln??? Hmmm werden wir ja gleich sehen, denn um ehrlich zu sein musste ich durch die ganze Aufregung schon ne ganze Weile. Gesagt - getan, ich pieselte und scharrte hinterher alles schön säuberlich zu. Scheinbar hatte ich Papa richtig verstanden, denn ich wurde gelobt und bekam ein Leckerli.


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Re: Wie ich zu meinem neuen Dosi kam

Beitragvon vagabund62 am Sa 7. Jul 2012, 08:22

Nun ja, nach ein paar Tagen hatte ich mich in meinem neuen Heim eingelebt. Ich bekam 2x täglich mein Futter, konnte rumtoben und war eigentlich nie allein. Wenn meine Dosis nicht mit mir spielten, übernahm das mein Kumpel Benji gern. Mit ihm konnte ich herrlich Verstecken oder Jagen spielen und als Klettergerüst war er auch gut zu gebrauchen. Alles in allem, ein Supergewinn in der Dosi-Lotterie. So ging das nun schon ein Jahr und ich war mehr als nur zufrieden. Doch plötzlich wurde alles anders! Nicht das ich nicht geliebt, gestreichelt, gekämmt(brrrrr, Kämme sind selbst heute noch meine Totfeinde!!!) wurde doch das Verhalten meiner Dosis wurde anders. Sie waren auf einmal immer bedrückt und traurig. Warum nur? Dabei versuchte ich nun doch wirklich alles um sie zu unterhalten. Ich strich um ihre Beine, schnurrte so laut ich konnte, leckte die Hände, das Gesicht, schoss Kabolz, aber mehr als ein müdes Lächeln kam nicht zurück. Nun ja vielleicht hilft es ja wenn ich das mache, was eigentlich streng verboten war, nämlich in den Gardinen turnen, das sieht für meine Dosis doch sicher lustig aus und sie würden wieder lachen. Dafür würde ich sicher ausgeschimpft werden, aber was solls. Diese bedrückte Stimmung hielt ich nicht mehr aus. Selbst das Verhalten von Benji war anders geworden. Er tobte nicht mehr so gern mit mir rum(na schön, er ist ja auch schon nen "alter Herr" sondern zog sich immer mehr zurück. Auch roch er anders, irgendwie krank und bekam mehrere Beulen. Bald gingen meine Dosis mit ihm zum "Tierarzt". Was zum Teufel war denn das, ein Tierarzt? Als sie wieder zu Hause waren, erkannte ich meine Dosis kaum noch, sie waren nur am Weinen, alle drei. Hatte ich irgend etwas schlimmes getan? Nein, ich hörte nun das man sich entscheiden müsse ob Benji operiert oder eingeschläfert werden soll, da er Krebs hat. Mit diesen Worten konnte ich zwar nichts anfangen, aber da alle weinten muss es wohl etwas ganz schlimmes sein. Am nächste Tag griff Papa nach dem Telefon und ich hörte wie er sagte: "Herr Doktor, wir lassen ihn operieren. wann können wir ihn zu ihnen Bringen?. Ist gut, wir sind morgen pünktlich da". Nun ja, also morgen soll mein guter Kumpel Benji also operiert werden. Zu angegebener Zeit machten sich meine Dosis und Benji am nächsten Tag auf zum Doktor. Es dauerte keine Stunde und sie waren wieder zurück, nur Benji fehlte. Warum denn das??? Auf diese Frage sollte ich gleich eine Antwort bekommen, denn der Kurze fragte plötzlich: "Du Papa, wenn der Doktor unseren Benji jetzt operiert wird er dann wieder ganz gesund? Papa sah den Kurzen an und sagte dann das Benji wieder ganz gesund würde und noch lange mit mir spielen könnte. Das zu hören freute nicht nur den Kurzen, sondern auch mich. Wenn er wieder hier wäre, war ja viel nachzuholen an verpassten Tobereien... Abends klingelte dann das Telefon und es wurde Papa mitgeteilt das Benji die Operation gut überstanden hätte, er jetzt noch zur Beobachtung dort bleiben solle und wir ihn, wenn alles gut verlaufen würde, morgen abholen könnten. ich konnte den morgigen Tag fast nicht erwarten. Endlich konnten wir unseren Benji holen. Wenn er zur Tür reinkäme würden wir gleich anfangen zu spielen, waren meine Gedanken...

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Re: Wie ich zu meinem neuen Dosi kam

Beitragvon vagabund62 am Di 10. Jul 2012, 04:52

Wie ihr sicher ahnt, habe ich mich da aber sehr getäuscht, denn gleich spielen fiel aus. Meine Dosis kamen nämlich mit Benji's Transportbox durch die Tür, stellten sie ab, öffneten das Gitter und mein Kumpel steckte sein Nächschen raus. Aber wie sah er denn aus??? So hatte ich ihn ja noch nie gesehen. Seine Augen waren total ausdruckslos, er versuchte aus der Box zu kommen, schwankte jedoch stark und kroch mehr als das er ging. Auch hatte er jede Menge von seinem hübschen Fell eingebüßt. Und dann dieser eindringliche Geruch. das konnte doch unmöglich Benji sein. Davon musste ich mich selbst überzeugen und trotz dieses ungesunden Geruchs ging ich zu ihm und schnupperte an dem inzwischen mitten im Wohnzimmer liegenden Fellknäul. Tatsache, das war mein alter Kumpel. Ich stubste ihn mit meinem Näschen zur Begrüssung an seinen Bauch. da hatte er auch so einen ulkigen Strich drauf den ich vorher bei ihm nie gesehen hatte. Im Gegensatz zu früher kam jetzt von ihm nur ein klägliches Jaulen. Mein Papa erklärte mir dann das ich ihn dort nicht anstubsen soll, denn es würde ihm wehtun und die Narbe könne aufgehen. Ich solle ihn am besten so liegenlassen, denn er wäre durch die Narkose und die Operation sehr schwach, was sich aber geben würde. das waren alles Worte mit denen ich rein nichts anfangen konnte, aber Papa würde schon Recht haben. Also liess ich ihn erstmal in Ruhe. Am nächsten Tag tag ging es ihm schon besser, er konnte wieder gehen, fraß sein Futter und trank sein Wasser. Ich eilte zu ihm und stubste ihn an, um ihn zum spielen aufzufordern, doch dazu hatte er keine Lust. Na vielleicht mag er ja sich lieber etwas mit mir kabbeln. Also stieß ich ihn wieder mit dem Näschen an und rannte weg, um ihn mich jagen zu lassen. Aber erneut jaulte er nur auf und blieb wo er war. Hmmm es muss doch irgendwie etwas geben was ihn aufmuntert zu spielen, dachte ich mir. Hmmm mal überlegen...ah ja jetzt hatte ich eine Idee. Früher hatten immer angedeutete Kämpfe Erfolg. Na das muss ich doch gleich ausprobieren, dachte ich mir. Ein kleiner Pfotenhieb wird ihn schon ermuntern. In dem Moment wo ich mit meinem Pfötchen ausholte, legte er sich hin und streckte mir seinen Bauch entgegen, so das ihn meine Pfote dort traf. Das wäre ja vielleicht nicht so schlimm gewesen, aber im Übereifer hatte ich meine Krällchen ausgefahren. die sich nun in ihn bohrten. Diesmal jaulte er nicht auf, nein, er schrie regelrecht und knurrte mich böse an. Durch diesen Schrei alarmiert, kamen meine Dosis und schimpften mit mir. Schuldbewusst verkroch ich mich eine Weile, tauchte jedoch bald wieder auf, um mich zu entschuldigen. Dabei vernahm ich wie mein Papa zu Mama sagte das ich, wenn das noch öfter passieren würde, weg müsste. Was, ich sollte weg aus meinem Paradies? Wohin? Warum denn? Wegen Benji??? Mensch das war doch keine Absicht gewesen. Von meinem Kumpel weg wollte ich ja auf keinen Fall, also müsste ich jetzt sehr vorsichtig sein, sagte ich mir. Nun einige Tage ging auch alles gut, Benji erholte sich weiter und ab und zu machte er auch einige Versuche mit mir zu spielen. Dann jedoch passierte jedoch das Missgeschick! Ich döste vor mich hin als Benji von hinten an mich herantrat und mich anbellte. Durch diesen Schreck fuhr ich aus meinem Halbschlaf auf, drehte mich blitzartig um und schlug ihm meine Krallen ins Fell. Leider traf ich dabei wieder seine Narbe, welche sich sofort etwas öffnete und zu bluten anfing.

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Re: Wie ich zu meinem neuen Dosi kam

Beitragvon Katzenparadies am Di 10. Jul 2012, 18:11

Hallo Lilliy,
Das ist ja spannend Deine Geschichte. Bin gespannt wie es weiter geht.

Danke fürs Erzählen, lese Deine Geschichtsfortsetzung immer mit Interesse.

Lg Chrissie
Viele Grüße von Chrissie mit
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Re: Wie ich zu meinem neuen Dosi kam

Beitragvon vagabund62 am Mi 11. Jul 2012, 17:07

Wären meine Dosis zu Hause gewesen hätte ich sicher wieder Schimpfe bekommen., aber Mama war mit dem Kurzen einkaufen und Papa war wie jeden Tag arbeiten. Als Mama zurückkam(sie hatte viele Tüten bei) sah sie sofort was passiert war, stürzte zu Benji hin, säuberte ihn vorsichtig und wischte den Blutfleck vom Boden auf. Dann griff sie zum Telefon und rief Papa auf Arbeit an. Danach redete sie mit mir und fragte mich weshalb ich das gemacht hätte und ob ich denn nicht aufpassen könne. Ich versuchte ihr zu sagen das es diesmal geschah weil ich mich erschreckt hatte und das es wirklich keine Absicht war, sprang auf ihren Schoss, leckte ihre Hand und rieb mein Köpfchen an ihrem Gesicht. Daraufhin sagte sie mir das sie mir glaube das dies keine Absicht war, ich aber hätte vorsichtiger sein müssen. Der Kurze sah nur ganz traurig drein, streichelte mich, drohte mir aber auch mit seinem kleinen Finger und fragte Mama ob ich nun weg müsse. Die Antwort war zwar kein direktes JA, aber mir wurde mulmig als ich hörte das Mama sich erstmal mit Papa unterhalten müsse. Ich wollte doch nicht weg, aber Papa hatte neulich schon sowas gesagt. Also wartete ich ungeduldig bis Papa kam. Ich hörte seine Schritte und ging sofort zur Tür, denn ich wollte ihn sofort begrüssen und mit einigen Späßen besänftigen. Sowie sich die Tür öffnete mauzte ich kurz, strich um seine Füsse, rollte mich auf den Rücken und fuhr "Katzenfahrrad". Er bückte sich zu mir hinunter, streichelte mich und begrüsste mich mit dem Satz: "Sag mal Lilly, was machst Du denn nur für Sachen?" "Du kannst doch den armen Benji nicht schon wieder verletzen". Daraufhin ging er zu Mama und dem Kurzen, begrüsste sie und ging zu Benji, um ihn zu untersuchen. Ich hörte ihn nur sagen:"Diesmal hat sie ja ganze Arbeit geleistet, das ist ja schlimmer als beim ersten Mal." "Zur Sicherheit soll sich das mal der Tierarzt ansehen. dann schnappte er sich Benji und fuhr weg. Als er mit ihm nach ca 2 Stunden wiederkam, ging er zu Mama und unterhielt sich mit ihr. Dann rief er den Kurzen und sagte etwas zu ihm, worauf dieser zu weinen anfing und in sein Zimmer ging. Weshalb weinte er denn??? Das war ja wirklich selten! Sollte das heissen das ich...??? Ich folgte ihm, das wollte ich nun genau wissen. Erstmal musste ich den Kurzen etwas trösten, also sprang ich auf sein Bettchen und schmiegte mich an ihn. Als er sich etwas beruhigt hatte sagte er mir das Papa sich mit dem Tierarzt unterhalten hatte und dieser der Meinung war das ich weggegeben werden solle, da ansonsten die Gefahr bestünde das solch ein Vorfall immer wieder vorkommt und Benji nicht mehr gesund würde. Deshalb habe er sich schweren Herzen dazu entschlossen den Rat des Tierarztes zu befolgen.

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Re: Wie ich zu meinem neuen Dosi kam

Beitragvon vagabund62 am Sa 24. Aug 2013, 19:34

Ich sollte wirklich weg? Das konnte ich nicht fassen. Musste dieser blöde Tierarzt meinem Papa solch einen bescheuerten Rat geben? Ich war traurig, kuschelte mich ganz fest an den Kurzen und beide harrten wir nun der Dinge die da kommen würden. Plötzlich stand mein Papa in der Tür und sagte mit trauriger Stimme zu mir das er mich leider weggeben müsse, denn die Verletzungsgefahr für Benji sei nunmal zu groß mit mir im Haushalt und da mein Kumpel Benji vor mir dagewesen sei, habe er nunmal die älteren Rechte. Ich hörte diese Worte, konnte sie jedoch nicht glauben. Allein an der Stimmlage von Papa hörte ich doch das es für ihn schwer war mir das zu sagen. Er wollte mir sicher nur Angst machen. Langsam erhob ich mich und strich um die Füsse meines Papas, schnurrte was ich konnte, rieb mich mit dem Köpfchen an ihm, rollte mich auf den Rücken und ließ mich sogar am Bauch streicheln(was ich sonst nie zuliess), nur um ihn zu überzeugen das ich doch bleiben könne, aber nichts half. Sein Entschluss stand fest, ich sollte fort. Es gab nur noch eine Chance, das mich niemand von seinen Kumpels haben wollte, denn in ein Tierheim sollte ich nicht kommen. Es schien auch so das es so kommen würde, denn viele seiner Bekannten und Kumpels hatten entweder schon genug Tiere oder sie waren den ganzen Tag nicht zu Hause wegen der Arbeit. So hatte ich schon im Laufe mehrerer Wochen fast vergessen das ich nur noch übergangsweise hier war. Inzwischen ging es Benji wieder schlechter, es sollte eine zweite OP erfolgen, da der Krebs, an welchem er litt, erneut ausgebrochen war und nun die Gefahr des Streuens bestand. Just zu dieser Zeit, an einem Samstag, kam Papa nachmittags nach Hause und erzählte das er einen alten Freund getroffen habe, welcher sehr tierlieb sei und gerade ins Tierheim gefahren war, um sich einen Hund zu holen. Bei dieser Erzählung fiel mir schlagartig ein das Papa ja noch jemanden suchte, dem er mich geben könne, jedoch als ich das mit dem "Hund" hörte beruhigte ich mich wieder. Da würde wohl keine Gefahr für mich bestehen. Nun schlug Mama jedoch vor er solle abends mal bei dem Freund anrufen und fragen ob der nen Hund gefunden habe oder wenn nicht, er auch eine Katze nehmen würde. Au weia! Schon wieder Gefahr für mich. Nun hiess es hoffen das dieser Freund sich schon nen Haustier aus dem Tierheim geholt hatte. Als mein Papa diesen Vorschlag am Abend in die Tat umsetzte, war mir ganz mulmig zu Mute. Jedoch hatte ich Glück, es ging niemand ans Telefon. Erst einmal war ich sicher, aber Papa sagte: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben", wir versuchen es einfach morgen noch einmal.

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Re: Wie ich zu meinem neuen Dosi kam

Beitragvon vagabund62 am Mi 26. Aug 2015, 13:32

Jetzt endlich hat mein Dosi wieder Zeit zu schreiben. Zwischenzeitlich wurde er ja sehr krank, musste operiert werden, 2x zur Kur, zu vielen Ärzten u Ämtern etc... Na ja egal, jedenfalls hat er nun endlich Zeit das was ich ihm diktiere hier zu veröffentlichen.

Voller Angst erwartete ich den nächsten Tag, an welchem Papa seinen Freund erneut anrufen wollte. Scheinbar war der jetzt zu Hause, denn mein Papa sprach in Telefon, was er bei einem "Anrufbeantworter" niemals tat, wie er mal sagte. Mit Maschinen zu sprechen wäre ihm zu doof. Was zum Teufel war wieder ein Anrufbeantworter? Na egal, jetzt hieß es zu hoffen das der Freund sich schon ein Tier aus dem Tierheim geholt hatte und mich nicht aufnehmen könnte. Schließlich wollte ich doch bei meiner Familie bleiben. Auch wenn die Hoffnung zuletzt stirbt war diesmal alles hoffen vergebens, ich sollte ein neues zu Hause bekommen, denn ich hörte das Papa etwas von "dann kommen wir mit Lilly am Sonnabend früh um 10:00 Uhr vorbei. Wir bringen auch Futter, Näpfe, ihr Katzenklo, ihren Kratzbaum sowie ihr Spielzeug mit."

Also am Sonnabend... Heute war Donnerstag, also hatte ich nicht mehr viel Zeit. Ich kuschelte in der restlichen Zeit viel mit meinem Kumpel Benji, meiner Mama und dem Kurzen. Nur Papa würdigte ich keines Blickes, schließlich war ich ja sauer auf ihn. Doch im Laufe des Abends und des nächsten Tages bemerkte ich das auch er immer trauriger wurde und so gab ich mein bisheriges Verhalten auf, strich ihm um die Beine, ließ mich wieder vom ihm streicheln und schmuste auch mit ihm. Freitag Abend wurden meine Sachen zusammengesucht und ich begriff das mein Papa mich morgen wirklich wegbringen würde. Nun hieß es die letzte Nacht zu überstehen. Alle waren i-wie leise und still, begaben sich zeitig zu Bett. Ich kuschelte mich an Benji und schlief ein. Zwischendurch erwachte ich jedoch und inspizierte zum letzten mal meine vertraute Umgebung, bevor ich wieder einschlief.

Früh um 8:00 Uhr war dann die Nacht vorbei. Es wurde ein leztes Frühstück gemacht und ich bekam etwas Futter auf einen Teller, statt in meinen Napf. Dieser lag ja schon zusammen mit meinen anderen Sachen in einem großen Beutel. Alle sahen bekümmert drein und der Kurze weinte. Mama versuchte ihn zu trösten, was auch scheinbar von Erfolg gekrönt war, denn er sah mit verweinten Augen auf, wischte sich die Tränen aus dem Gesicht und sagte dann zu Mama: Wenn es für Benji besser ist von der Gesundheit darf Lilly gehen, auch wenn ich sie sehr gern habe. Vielleicht können wir sie ja auch mal besuchen. Nun nahm Papa meinen Kratzbaum, mein Futter und sämtliche anderen sachen von mir, trug sie runter u verstaute sie im Auto. Als er wieder nach oben kam nahm er meine Transportbox, legte ein weiches Handtuch rein, verteilte im inneren noch ein paar Leckerlies und wollte mich hineinsetzen. Doch ich entkam seinem Griff, nicht weil ich daqchte das ich mich verstecken könne, sondern ich wollte mich nochmals von allen verabschieden. So streifte ich nochmals allen um die Beine, mauzte und ließ mich streicheln. Erst danach ergab ich mich in mein Schicksal und ließ mich in meine Box setzen.

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