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Zickenterror

Zickenterror

Beitragvon mike1024 am Mi 21. Jan 2015, 22:23

Zickenterror

Für manche Dinge braucht es einen eisernen Willen um sie zu bekommen.
Vor allem wenn man etwas unbedingt haben möchte.
Oder auch nicht möchte.
So ganz ist möchten und nicht möchten noch nicht entschieden.
Und Rücksicht ist da völlig fehl am Platz.
Wirklich!
Ich kann ein Lied davon singen.

*
Die lieben Fellnasen!
Anhänglich, verschmust und verspielt.
Alle!
So auch Belle.
Sie ist jetzt einige Wochen bei mir, Edward und Tapsi, und sie ist so verspielt.
Ich habe ja auch einiges Spielzeug hier.
Unter anderem eine Art Angel mit einem Federbusch an der Schnur.
Da hechtet sie hinterher, als wär's die ultimate Beute!
Nur der Laserpointer ist noch interessanter.
Ziemlich schnell hat sie herausbekommen, dass es dieser schwarze Stift ist, der den roten Punkt am Boden erzeugt, dem man so herrlich nachjagen kann.
Denn dieser rote Punkt ist noch vielversprechender als ein Federbusch an einer Schnur.
Und wenn Dosi nicht will, muss eben nachgeholfen werden.
Denn der Pointer liegt immer auf dem Schreibtisch.
Wenn man den runterwirft, weiss Dosi, dass ich unbedingt damit spielen will.
Er kapiert ja auch schnell, was Katz möchte!
Und zum Narren halten lass ich mich nicht von ihm.
Wenn er den Stift einfach so auf den Boden hält, ohne dass der rote Punkt erscheint, kann ich ja seine Waden solange bearbeiten, bis er tut was ich will!
Gut, gut, ich geb' ja schon auf und lass Belle ihren Willen.
Was tut man nicht alles für die Fellnasen!
Aber immer will ich den Laserpointer nicht benutzen.
Denn da ist ja auch noch anderes Spielzeug, eben jene besagte Angel.
Immer wieder kommt Belle angerannt und will, dass ich die Angel nehme und mit ihr spiele.
Wenigstens eine Zeit lang.
Denn ich sollte eigentlich noch einiges für den nächsten Tag vorbereiten.
Doch Belle lässt nicht locker.
Während die beiden Kater sich dem faulen Nichtstun ergeben und nur mal hin und wieder einen gelangweilten Blick auf Belle's Treiben werfen, streckt die sich mit ausgefahrenen Krallen zum Schreibtisch hoch, wo die bewusste Angel liegt.
Sie will weiterspielen.
Na gut, dann spielen wir eben noch ein wenig.
Doch kaum habe ich die Angel in der Hand, ist Madame völlig desinteressiert.
Ach nö, jetzt mag ich nicht mehr spielen.
Das kommt mir genau richtig, so kann ich mich wieder der Arbeit zuwenden.
Doch kaum habe ich das Spielzeug wieder neben mir auf den Schreibtisch gelegt, kommt sie sofort wieder angerannt und versucht nach dem Ding zu grapschen.
Aha, du willst nicht, dass ich es nehme und dann damit mit dir spiele, sondern du willst es selbst haben.
Und so lege ich die Angel auf den Boden.
Doch Belle ist ein weiteres Mal desinteressiert.
Was soll das bitte?
Willst du's nun oder nicht?
Anscheinend nicht.
Dann wird's wieder auf den Schreibtisch gelegt, mit äußerst fragwürdigen Folgen.
Denn sofort bettelt Belle wieder darum.
Also jetzt reicht's, verarschen kann ich mich auch selber!
Und so ignoriere ich die fellnäsige Wankelmütigkeit vollkommen.
Doch die feline Ausgeburt des Zickenterrors ist ja nicht blöd.
Mit viel Strecken schafft sie es tatsächlich, die Angel mit den Krallen zu packen und auf den Boden zu ziehen.
Also, jetzt hat sie sich's selber geholt, nun wird wohl Ruhe sein.
Denkste!
Denn anstatt irgend etwas damit zu machen, sitzt sie neben dem Schreibtischstuhl und beginnt bittend zu miauen.
Am Anfang versuche ich noch, hart zu bleiben.
Doch man sollt es nicht glauben, welche Ausdauer so ein kleines Kätzchen haben kann.
Irgendwann bin ich dann auch weichmiaut und nehme die Angel auf.
Das glaub ich jetzt nicht, sie läuft davon, als ginge sie das alles nichts an.
Zickenterror pur!
Und so geht das Spiel weiter.
Die will mich nur ärgern!
Die weiß genau, wie sie mich früher oder später auf die Palme bringen kann!
Was bezweckt sie damit?
Doch ich kann nicht Gedanken lesen und kätzische schon gar nicht.
So dauert es fast eine Stunde, bis sie des diktierten Spieles überdrüssig ist und sie sich zum Zwecke eines ausgedehnten Schläfchens in ihre Katzenhöhle zurückzieht.
Es ist ja auch ziemlich anstrengend, Dosi artgerecht zu ärgern.
Später sehe ich sie bei Edward, offensichtlich will sie mit ihm schmusen.
Der Kater lässt sich ihre Liebkosungen dann auch sichtlich erfreut gefallen.
Doch als er ihr über das Fell lecken will, fährt sie sofort hoch und versetzt ihm einen Hieb mit der Pfote.
Oh, oh, anscheinend zickt sie nicht nur bei mir rum, sondern bei jedem, bei dem es ihr möglich ist
Aber als echte Zicke muss man halt schon einiges tun um seine Reputation aufrecht zu erhalten.
Ich sag's ja, Zickenterror!
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mike1024
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