Fragen zu Geburt und Aufzucht von kleinen Notfellchen.
Wir unterstützen keine bewusst geplanten Würfe und Zuchten dem Tierschutz zuliebe.

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Manchmal ist es übertrieben.....

Beitragvon Mephisto am Do 17. Apr 2008, 10:33

Guten Morgen zusammen!

Zuerst einmal eine Bitte an alle: Leute, bitte lasst es nicht immer so eskalieren, das muss nicht sein und verfehlt sein Ziel.
Natürlich ist das ein immer wieder hochkochendes Thema, aber das Kind ist in den Brunnen gefallen und nicht mehr zu ändern leider.

Ansonsten kann ich mich den Kritiken nur anschließen und habe dem nichts mehr groß hinzuzufügen.
ich bin der Mewinung: Vermeiden so gut es geht. ist es dann doch einmal passiert (was leider öfter vorkommt), kann man gucken, wie man helfen kann. bsichtlich jedoch finde auch ich nicht gut.
Bedauerlicherweise werden Zuchten immer unterschätzt. Fragen wir mal einen seriösen Katzenzüchter, so wird er sagen: Das ist Fulltime-Job.
Kleine Katzen sind noch etwas "schlimmer" als kleine Hunde, weil die nämlich z.B. auch überall raufkommen auf ihren Erkundungstouren und allerlei Unfug anstellen. Wer da Wert auf seine materiellen Haben legt, hat schon verloren, er wird die Hälfte dessen verlieren (mindestens). Ein Sack Flöhe ist nicht schwerer zu hüten.
Bei Züchtern wiederum (mal ganz gleich, ob ich etwas davon halte oder nicht) müssen so viele Nachweise und Sachkenntnisse nachweisen, dass die das meiste auch selber können (dazu gehört die Reanimation ebenso wie die Geburtshilfe im Notfall).
Es gibt sehr viel zu beachten dabei, schon während der Trächtigkeit und KÄtzchen im Wachstum brauchen besondere Nährstoffe und natürlich auch die Mama, wenn sie noch säugt. Das geht bis zu einem 3-4fachen des normalen Nährbedarfs hinaus.
Es wird also keineswegs einfach werden, ganz im Gegenteil. Mit Arbei ist da auch nicht viel, wenns so weit ist, außr es ist jemand Fachkundiges zuhause, der sich kümmern kann. Man schiebt regelrechte "Wachen" um stets darüber informiert zu sein, wie es den Kleinen und der Mutter geht. Zwischenfälle passieren leider sehr häufig und da kommt sebst der Tierarzt manchmal zu spät.
Informiere dich also über Geburtshilfe. Ein TA wird im Notfall nicht rechtzeitig vor Ort sein können, in diesen MOmenten wird es an dir liegen, ob alles "nach Plan" läuft oder nicht.
Ich wünsche mir natürlich nicht, dass etwas schief läuft und hoffe, dass alles wunderbar klappt.
Alles andere wurde ja schon mehrfach gesagt, also was Füttern, Zeit, Beobachtung, usw, angeht.
Geburtstabellen müssen angelegt werden, es muss zu Anfang jeden Tag das Gewicht überprüft werden.
Ich möchte noch mal ganz ausdrücklich die Bitte äußern, die Katze in regelmäßigen Abständen schallen zu lassen. Wie Jojo schon sagte, führen insbesondere tote Föten im Mutterleib zu ganz, ganz schweren Konsequenzen mit Todesfolge und zwar für alle (heißt Mutter und Kitten). Wenn etwas im eigenen Körper verwest, ist es nur natürlich, dass das nicht gutgehen kann. Die Konsequenz sind eine schwere Blutvergiftung, die nur bei rechtzeitiger Erkenung noch therapiert werden kann.
Frag auf jeden Fall in deinem Bekannten-und Freundeskreis, ob dir jemand helfen würde, denn allein ist es nicht zu schaffen, noch ein oder zwei Personen, die mithelfen (und es auch gern tun!) sind wichtig.

Was die Seite des Tierschutzes betrifft, kann ich mich auch da nur anschließen. Es ist nie absehbar wie viele Kitten es werden. Vielleicht werden es nur 2, vielleicht aber auch 6 oder 8.
Natürlich hätte jeder gern einen Wurf Kitten, ist ja auch toll das alles. Aber, um Himmels Willen, wo kämen wir da hin, wenn das jeder machen würde? Wenn ich überlege...ich hab 10 Katzen, davon sind die Hälfte weiblich, die Hälfte männlich. Oh Himmel, wenn ich daran denke, wieviel Nachkommen in nur wenigen jahren auf meinem Mist wachsen würde.... :cat-eek:
Ich sage dann immer gern, wenn mir jemand sagt, er möchte mal eine Geburt erleben oder Kitten haben: Zum Tierheim oder zum Tierschutz. Da gibt es viele trächtige Katzen (leider), für die Pflegestellen gesucht werden, dort sind auch fachkundige Leute vor Ort, die helfen. Einige bei uns hier nehmen trächtige Katzen auf, für die sie Pflegestelle sind und die Kleinen großziehen. Erleben kann man es also noch zuhauf, ohne selbst hand anlegen zu müssen.
Was die Natur draussen mit Katzen macht (oder nicht), steht auf einem ganz anderen Blatt. Wir dürfen nicht mehr von einer natürlichen Selektion sprechen, sobald wir unsere Finger im Spiel haben. das ist ein völlig falscher Ansatz und auch ein dürftiger Argumentationspunkt. Aber auch Zoos argumentieren das gern so. Nur wenn die Umstände natürlich sind und nur die Natur ihre Finger im Spiel hat, dürfen wir von natürlicher Auslese sprechen (wo ich direkt schon wieder zu Darwin komme, den ich aber schon öfter erwähnt habe).
Für Hausgeburten, Zuchten, etc. gilt es NICHT. Das haben wir der Natur schließlich abgenommen. Dieses Argument zählt für mich also nicht.

Was deien Fragen betrifft, so wurden bisher keine gestellt. Vielleicht findest du hier in dieser Rubrik schon einige Antworten. Sollte etwas unebantwortet sein, stell deine Fragen ruhig. Wir werden versuchen dir bestmöglich zu helfen, damit bei der Geburt alles klappt.
Ich kann dir, wie gesagt, nur folgende Tupps geben:
- Frühzeitig für die Geburt planen. Wurfkiste wäre gut, aber die mama sucht sich das oft auch selber aus und lsst sich nur ungern vorschreiben, wo sie zu werfen hat. Einige Katzen werfen gern im Schrank oder auf dem Bett.
- Such dir Hilfe! Alleine ist es nicht zu bewältigen, auch bei der Geburt sollte jemand da sein, der im Notfall helfen kann. Du kannst nciht alles gleichzeitig tun, heißt: Neugeborene versorgen, mama hewlfen und (im Notfall) noch den TA rufen usw. Mindestens eine Person sollte noch zusätzlich vor Ort sein.
- Über Risiken aufklären lassen. Das geht beim Tierarzt, über Literatur oder andere fachlich versierte Katzenbesitzer. Besonders Erfahrungen sind nützlich. Wenn man weiß, womit man rechnen muss, weiß man auch, was man zugegen haben soll. Gefahren müssen frühzeitig abgeschätrzt und erkannt werden. Eingreifen muss sofort erfolgen.
- Vorbereitungen treffen für die Kitten, d.h. Geburtstabellen, Decken, Spielzeug, Futter, usw. Wenn sie erstmal da sind, wirds stressig.
- Die Mutter regelmäßig vor sowie nach der Geburt abchecken lassen. Der TA wird dir dann auch schon ungefähr sagen können mit wieviel Kitten zu rechnen ist und ob alle wohlauf sind. nach der Geburt ist es insofern wichtig, weil ein Junges noch verbleiben kann. Der TA soll sich die Mama auch nach scheinbar beendeter Geburt ansehen, ebenso wie die Kitten.

Niemand unterstellt dir, dass deine Katze es nicht gut hat. Damit es aber auch weiterhin gut klappt, ist es nun mal eben unvermeidlich sich genau darüber zu informieren. Ich denke, das wird oft unterschätzt, denn so einfach ist es gar nicht.

Danach sollte dein Mädchen kastriert werden, das ist meine persönliche Bitte.

Grüße

edit: Bitte keine Rescue Tropfen, um Gottes Willen zu diesem Zweck!!!! Dafür ist es vollkommen falsch. Das geht für Unfälle, Schocks, Transporte, usw., aber es hilft nicht bei Geburtssschweirigkeiten!!! Es hilft weder zur Reanimation, noch bei der Geburt.
:pfote: Liebe Grüße von Bine & den Fellis :pfote:

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Beitragvon indiadarling am Do 17. Apr 2008, 11:06

Hallo Buffelhufte,

ich werde jetzt nicht weiter an dem Thema rühren. Du hast geschrieben, dass Du unsere Argumente verstehst (die auch ich vertrete) und damit ist gut!

Ich möchte Dich allerdings um eines bitten. Mach bitte mit den zukünftigen Katzenbesitzern (die hoffentlich auch wirklich die Kitten nehmen - Du hattest geschrieben "würden auch ein Kitten nehmen" - würden ist echt eine Scheiß Zeitform!!!! nur mal so - entweder man tuts oder man läßt es aber würden ist so unentschieden) einen Schutzvertrag, so dass diese Kitten nicht einfach so eventuell doch im Tierheim landen, weil die es dann doch nicht mehr wollen und der sie dazu verpflichtet, ihre zukünftigen Katzen und Kater (möglichst vor der ersten Rolligkeit bei den Prinzessinen) zu kastrieren.

Ansonsten kann ich Dir nicht nicht groß helfen wünsche Dir und Deiner Miez aber alles GUte.
indiadarling
 

Beitragvon Buffelhufte am Do 17. Apr 2008, 11:19

Da sieht man mal das ich NICHT alles weiß, und gerade deswegen wollt ich euch fragen....

Die meisten kennen sich nunmal besser aus als ich, und ich hatte das mit den Rescue Tropfen auch nur im Internet gelesen.

Also ich habe meinen Tierarzt schon gefragt ob ich die Handynummer bekomme falls etwas schief geht und die hat er mir auch gegeben, er würde dann zu mir fahren.
Ich weiß das eine Geburt und dann die Kitten Geld kosten aber daran soll es nicht scheitern.

Ich habe nicht gesagt das andere nicht Kitten bekommen dürfen, ich finde nur Unwissenheit nicht gut, also wenn Menschen ihre unkastrierte Katze raus lassen und sich dann wundern warum sie trächtig ist. Die Folge ist dann meistens das die kleinen im Tierheim landen. Unsere Kitten sind Willkommen und gewollt.

Ich habe noch eine Rotlichtlampe kann ich die während der Geburt über die Geburtstätte hängen? Oder wird es dann der Katze zu warm?
Ich habe einen großen Korb der eigentlich für Hunde gedacht ist, aber ich hätte auch eine Wurfkiste aus Spanplatten. Jetzt werd ich sehen was meine kleine sich heraussucht wenn es soweit ist. Das Katzenzimmer ist auch ruhig gelegen und jederzeit erreichbar.

Bis dahin ist es noch ein Stück, ruhig ist sie jetzt seit letzter Woche. So kenn ich sie gar nicht. Der Arzt hat mich aber beruhigt es wäre normal das die Katzen mehr schlafen und allgemein ruhiger werden. Sie spielt natürlich noch aber nicht mehr so oft...

Ja ich verspeche euch allen das mein Mädchen nach der Geburt wenn sie wieder Fit ist Kastriert wird genauso wie das kleine Kätzchen oder Katerchen, dass wir behalten wollen..

Es haben mir einige unterstellt das meine Katze es nicht gut hätte und sie am besten mir weggenommen werden sollte...
Das steht ein paar Seiten weiter vorne.
Ich möchte nicht züchten mit meiner Katze, ich wünsche mir nur das sie gesunde Babys auf die Welt bringt und eine gute Mama ist.

Gibt es eigentlich homeophatische Mittel die bei meiner kleinen bei der Geburt unterstützend wirken? Die würde ich dann auch kaufen..Und gibt es auch was für die Kitten? Etwas zur Stärkung?
Und was kann ich nach der Geburt meiner Katze zu fressen anbieten?
Ich hab gehört von Ei vermengt mit Quark?

Ich danke dir Mephisto das du mir deine Kritik auch sachlich schreiben kannst und über Tipps würde ich mich echt freuen...
Buffelhufte
 

Beitragvon Samuja am Do 17. Apr 2008, 11:28

Ich habe nicht gesagt das andere nicht Kitten bekommen dürfen, ich finde nur Unwissenheit nicht gut, also wenn Menschen ihre unkastrierte Katze raus lassen und sich dann wundern warum sie trächtig ist. Die Folge ist dann meistens das die kleinen im Tierheim landen. Unsere Kitten sind Willkommen und gewollt.


Hast Du verstanden, wieso wir finden, dass keine Kitten gezeugt werden sollen? Weder als Unfall NOCH gewollt... das wäre am besten.

Wichtig ist, dass Deine Mutterkatze die Ruhe bekommt, die sie braucht. letztlich wird sie sich selber den Platz suchen, den sie zum Werfen benutzen will.
Gib hochwertiges Futter (hoher Fleischanteil usw).
Der Tip, sich von Deinem TA Geburtsthilfe zeigen zu lassen, ist sehr gut.
Dann stehst Du im Notfall nicht total hilflos da.

Wegen der Lampe, weiß ich nicht. Únsere werdenden Mütter sind in einem warmen Haus. Sie haben keine Lampe, soweit ich weiß.

LG Samuja
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Und die verrückten Pflegis Fitz und Fatz
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Beitragvon *Miri* am Do 17. Apr 2008, 11:59

Och manno, warum muss jedes Jahr wieder das gleiche Thema aufkommen und jedes Jahr sind es die gleichen blöden (sorry, aber ist doch echt so) Argumente..

Fakt: Es gibt viel mehr Katzen auf dieser Welt/ in Deutschland als es schöne Plätze für sie gibt. Ist das allein denn nicht wirklich MEHR als Grund genug NICHT noch welche zu produzieren??? Sorry, ich verstehe das nicht! Warum meinen so viele immer "ja, das stimmt zwar, aber bei MIR ist das doch was anderes weil ..........." (irgendein egoistischer Grund).

Wer unbedingt mal Babykätzchen aufziehen möchte, kann das gern machen: Als Pflegestelle für ein Tierheim oder einen Tierschutzverein, da tut man sogar noch etwas Gutes dabei, hat fachmännische Unterstützung zur Hand usw. Aber komisch, fast alle Tierheime haben Probleme Pflegestellen zu finden und das weil es zum einen eben viel zu viele Würfe gibt und zum anderen, weil sich sehr wenige Leute dazu bereit erklären so etwas zu machen. Wo sind denn da die ganzen Leute, die unbedingt mal Babykätzchen haben wollen???

Mehr möchte ich hier jetzt gar nicht zu sagen, denn es ist schon alles gesagt worden und es wird auch noch oft wieder gesagt werden müssen.. :cat-sad: Ich schließe mich also meinen Vorrednern an.

LG, Miri :cat-sad:
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Beitragvon Mephisto am Do 17. Apr 2008, 13:02

Hallo!

Ja, es gibt sicher einige gute Mittel in der Homöopathie oder Phytotherapie zu finden, die unterstützend wirken könnten. Da müsste ich mal nachschauen.
Bei Rotlicht bin ich mir jetzt selbst nicht so sicher und was das Ei mit Quark betrifft....davon habe ich bisher nichts gehört, was aber natürlich nichts heißen muss.
In den ersten Wochen trinken die Kleinen eh nur bei der Mama und das ist gut so. In der Kolostralmilch sind viele Nährstoffe, Vitamine, Abwehrstoffe usw. enthalten, die dem kleinen, neuen Leben den besten Start ermöglichen sollen. Erst ab etwa 4-6 Wochen kann langsam zugefüttert werden. je nachdem wie du ernährst, sollte auch die Umstellung erfolgen. Man gibt gern weiches Futter mit etwas Milch untergerührt, Flocken, usw. Trockenfutter nur aufgeweicht. Die Kleinen sollten erstmal soviel fressen dürfen wie sie wollen, ebenso wie die Mama. Wenn ich mich recht erinnere, kriegen die Kurzen etwa 6-8 kleine Mahlzeiten pro Tag.
Aber da haben wir ja noch etwas zeit.

Dass der Tierarzt dir seine Hilfe zugesichert hat, ist schon mal sehr gut. Und wenn er nicht so weit wegwohnt, dürfte auch schnell Hilfe da sein, falls wirklich ein Ernstfall auftritt. Lass dir ruhig soviel wie möglich von ihm erklären und frag auch nach Komplikationen und was du machen kannst, bis er da ist.

Wie gesagt, du kannst sowohl Körbchen als auch Kise zur Verfügung stellen, die Katze sucht es sich aus.
Die kannst du auslegen mit Stoffsachen oder auch Stroh. Das kommt auf die Katze an.

Die Mama wird die Nachgeburten fressen. Das sollte man sie auch machen lassen. Es ist ein natürlicher Prozess, der der Hygiene dient sowie auch der Versorgung der Mama (so verrückt sich das auch anhören mag).
:pfote: Liebe Grüße von Bine & den Fellis :pfote:

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Beitragvon carina82 am Do 17. Apr 2008, 14:15

Hi,

ich wollt ganz kurz auch mal was sagen.

@Buffel,

du schreibst Oma, Schwester Mutter usw sind einsam und wünschen sich so sehr ein schmusiges Kätzchen ( oder 2 ). Dann könnten deine Verwandten und Bekannten doch auch ins TH gehen und sich dort ein Kitten aussuchen. Jetzt fing gerade erst wieder die Zeit an, dass viele kleine Kätzchen die Tierheime überfluten, weil viele Besitzer die Baby´s nicht wollten oder die Katzenmutter eben trächtig ins Tierheim gebracht wird.

Ist also ein ziemlich fragwürdiges Argument zu sagen, dass deine Verwandten einsam sind und ein Kitten bekommen wollen und du deshalb deine Katze hast decken lassen.

Und aus den Gründen, dass eine Katze ihre Baby´s nicht annnehmen KÖNNTE oder das Probleme während der Geburt auftreten könnten bekomme ich selber niemals Kitten. Und weil eine Deckung und "Unkastriertheit" eben auch für die Mutterkatze viele Probleme bringen kann, wie dass sie sich viele Krankheiten einfängt, die sie sonst nicht so leicht bekommen würde. Und dann eben das Argument, dass viel zu viele Katzen im Tierheim sitzen.

Und nochwas:

Nicht alle Katzen die im TH sitzen sind verhaltensgestört. Klar haben sicher einige Katzen Schlimmes erlebt, aber oft sind diese Tiere viel dankbarer über ein neues Zuhause. Klar muss man oft viel Arbeit investieren, damit die Katze zutraulich wird. Aber mir wäre es und ist es das wert, wenn ich dann sehe wie glücklich die Katzen bei mir sind.

Und dann mal ne Frage:

Was machst du, wenn dir ein Großteil der Leute abspringt, die jetzt ein Kätzchen "nehmen würden"? Hast du da nen Plan B? Bedenkst du, dass du die Baby´s nicht vor der 12. Woche abgeben solltest, damit die Kleinen gut sozialisiert und aufs Leben vorbereitet in die große weite Welt geschickt werden? Denn gerade viele Kätzchen die jünger abgegeben werden sind viel ängstlicher, weniger sozial gegen andere Tiere und Menschen und oft viel krankheitsanfälliger. Sehe ich an meinen beiden Katzen eben auch und da können dir sicher noch einige Andere was drüber berichten. Du musst dich also auf mind. 10-12 Wochen einstellen, wo ihr die Kitten haben werdet. Und ich würde sie nicht früher abgeben nur weil dir dann ein Besitzer in spé droht, dass er dann kein Kätzchen mehr will "weil die dann nimmer süß sind" oder so.

Für die Geburt der Babys sowie die Aufzucht wünsche ich euch alles Gute und hoffentlich auch wirklich für alle Babys ein gutes Zuhause.

LG

Carina
carina82
 

Trächtigkeit und Aufzucht

Beitragvon L-Fee am Do 17. Apr 2008, 14:34

Muss ich Carina 82 recht geben, das ist kein Argument, weil die Oma usw einsam sind... Die Tiere in den Tierheimen sind dankbar für ein liebevolles Zuhause und bestimmt genauso schmusig...
Ich finde das Verhalten einfach nur egoistisch...
Und ich würde die Kätzchen auch auf keinen Fall zu früh abgeben... Und, wenn die Leute abspringen... Hast Du da auch eine Lösung ?????
Wenn Deine Verwandten einsam sind, dann können sie sich auch ein Tier aus dem Tierheim holen, das ein Zuhause sucht, ein gutes, da braucht man keine eigenen zu produzieren... Jedes Tierchen hat ein Recht auf ein gutes Zuhause...

L-Fee
Sorry, wenn es agressiv klingt, aber so was egoistisches finde ich unmöglich.
L-Fee
 

Beitragvon Dami am Do 17. Apr 2008, 14:41

hi,
ich schließe mich (ausnahmsweise :cat-smile3: euch allen an), ich finde es auch nicht gut Katzenbabys zu "produzieren" aber das gute an solchen "produktionen" ist es dass man so manche Menschen dazu bekommt eine Katze zunehmen, die vorher garkeine wollten. Und später nehmen sie sich dann vllt auch eine Zweitkatze aus dem Tierheim.
Wir hatten mal soetwas ähnliches, bei uns war es eine halbverhungerte Streunerin, die wir fotographiert haben und ausgehängt haben, nach einem Monat haben wir sie dann meiner Tante "aufgedrückt", sie hatte schon Katzen erfahrung", sie hat sie dann genommen, die Katze hatte es richtig gut, und als sie dann gestorben ist, hatte sie sich eine neue Katze geholt, die ansonsten wahrscheinlich ins TH gekommen wäre. sie hatte eigntlich vor eine aus dem TH zuholen, aber bei ihnen hatten alle THKatzen "Freigang" und waren nicht da, dann ist sie halt auf diesen Kater gekommen, ,... der hats jetzt aber richtig gut. ALSO was ich da´mit sagen möchte:
Manchmal kann man Leute dazu "bewegen" eine Katze zunehmen, und sie holen sich manchmal noch eine andere Katze ausm TH.

Dami
P.s. bitte keine Kritik, es ist ja nicht immer so, aber manchmal, wenn auch selten. (Leider selten :cat-sad:
Dami
 

Beitragvon Jojo am Do 17. Apr 2008, 15:53

Dami, du bist ein unverbesserlicher Optimist. :cat-wink:

@Buffelhufte: Gut, da wir ja jetzt den Kritikteil abgehakt haben und das Kind eh schon in den Brunnen gefallen ist, kommen wir jetzt zu deinen konkreten Fragen. Ich kann zwar deine Argumentation absolut nicht gutheißen, aber jetzt ist es zu spät und die Kleinen können nichts für die Situation.
Wurfkiste: Du kannst im Prinzip alles nehmen, was groß genug ist. Meine Nellie wurde in einem alten, auf den Rücken gedrehten Bauernschrank geboren und aufgezogen. :cat-smile: Die Kiste sollte aber ein ungefähres Maß von 70x120 cm haben. Dann wird es der Mama nicht so schnell zu eng und du musst die Kleinen nicht sofort in eine größere Kiste umlagern. Es ist wichtig, dass sie ruhig steht und einen hohen Rand hat. Manche Katzen werfen lieber in einer Höhle. Biete ihr mehrere Plätze an und lass sie wählen.
Auslegen kannst du die Kiste mit alten Handtüchern (nur als untere Lagen, die Krallen verfangen sich sonst drin), darüber kommen Küchenhandtücher, Windeltücher (diese weißen Dinger) oder ähnliches. Hauptsache feinmaschig, leicht zu waschen und saugfähig.
Das mit der Rotlichtlampe würde ich erst mal lassen. Der Mama wird auch so warm genug sein und wenn sie sich anständig um die Kitten kümmert und sie gleich säubert, dann sollten sie auch nicht frieren. Wenn die Wurfkiste warm und zugfrei steht, braucht man das nicht. Im Gegenteil, eine Rotlichtlampe trocknet die Kitten sehr schnell aus. Anders sieht es aus, wenn die Kitten sehr zart sind (es können auch Nachdeckungen darunter sein!), dann würde ich die Lampe einschalten, allerdings nicht auf volle Power. Richte sie nur auf eine Ecke der Kiste, dann kann die Mama die Kleinen aus der Wärme holen. Selbstverständlich musst du in der Nähe bleiben um das notfalls selbst zu machen.
Zum Futter: Der Mama kannst du immer wieder Hüttenkäse (der ist immer ohne Zucker, im Gegensatz zu Quark) mit Eigelb anbieten (das Eiweiß bitte nicht!). Aber nicht mehr als 2 Eigelbe die Woche, sonst kann es zu einer Überversorgung mit Vitamin A kommen, was auch die Kleinen schädigen kann. Wenn sie schon Rohfleisch kennt, dann ist Rindertartar eine gute Wahl. Bitte KEIN Schwein!
Ansonsten gilt für die Mama, dass sie nach der Geburt möglichst hochwertig und auch kalorienreich fressen darf, soviel sie will. Säugen zehrt. Vor der Geburt würde ich sie jetzt nicht so extrem mästen, aber sie darf schon zunehmen, immerhin braucht sie ja Reserven.
Zur Homöopathie kann ich dir leider nichts sagen, aber ich werd mal nachfragen. Ich bin allerdings eher der Meinung, dass man den Kitten erst mal nichts einflößen sollte, was nicht Milch ist. So kleine Zwerge sind so leicht durcheinander zu bringen.
So, und jetzt wünsch ich der werdenden Mama erst mal viel Glück und eine entspannte Restschwangerschaft.
Zuletzt geändert von Jojo am Do 17. Apr 2008, 16:30, insgesamt 1-mal geändert.
Jojo
 
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