Fragen zu Geburt und Aufzucht von kleinen Notfellchen.
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Pflegekitten

Pflegekitten

Beitragvon Jojo am Fr 7. Mär 2008, 01:23

Irgendwie hab ich mir zu dem Thema gerade so meine Gedanken gemacht. :cat-smile:
Wie einige ja schon wissen, möchte ich gerne irgendwann eine trächtige Katze aus dem Tierschutz aufnehmen, weil ich so gern wieder ganz kleine Babys aufziehen würde und das der einzig vertretbare Weg für mich ist. Ich will nicht züchten und auch nicht irgendeine Katze einfach decken lassen und damit kann ich sogar noch etwas Gutes tun.
Jetzt hab ich da aber so einige Probleme. Ich würde nämlich gern wie ein verantwortungsvoller Züchter vorgehen, sehe da aber so einige Hürden.

1.) Ich würde z.B. die Kleinen erst mit ca. 14 Wochen abgeben wollen. Bei Züchtern ist das ja kein Problem, aber werden sich Leute finden, die auch so vergleichsbare alte Hauskatzenkitten nehmen, wenn sie doch auch viel jüngere haben können?

2.) Ebenso hätte ich es am liebsten, wenn ich die Kleinen frühkastriert abgeben könnte. Werden die Leute das bezahlen und das nicht übertrieben finden?
Impfen und entwurmen ist ja selbstverständlich und da sehe ich kein Problem.

3.) Ich würde auch kein Kitten in Einzelhaltung abgeben. Werden die Leute bei "stinknormalen" Hauskatzen so eine "Bevormundung" akzeptieren?

4.) Meine Katzen werden gebarft und ich würde das auch bei der Mama und den Kitten gern machen, frage mich aber, ob das nicht große Probleme nach der Abgabe gibt. Ich kann ja wohl kaum die Leute zwingen, meine Ernährung weiter zu führen. Ich will aber auf keinen Fall, dass "meine" Kleinen irgendwann mit Whiskas gefüttert werden. Sollte ich dann erst mal alle mit Dosenfutter ernähren, obwohl ich weiß, dass Barfen besser ist und dann die Mama und das verbleibende Kitten (eins würde ich behalten) erst nach der Abgabe der anderen umstellen? Wie soll das gehen, meine beiden dann trotzdem zu barfen?

5.) Ich weiß, dass Kittenkäufer oft lügen. Das soll nicht böse gemeint sein, aber es kommt vor, gerade bei Hauskatzen, weil die Leute die ja an jeder Ecke nachgeworfen bekommen. Deswegen möchte ich die Kleinen selbst ins neue Zuhause bringen. Wird sich da jemand finden, der das akzeptiert oder gehen sie dann zu anderen Leuten, wo nicht so genau darauf geachtet wird?

6.) Ich würde gern einen Schutzvertrag machen, in dem mir auch gewissen Rechte zugesichert werden, ähnlich wie bei Züchtern. Ich hätte z.B. gern ein Besuchsrecht und ein Rückkaufsrecht und außerdem sollte die Verpflichtung drin sein, mich zu benachrichtigen, wenn man umzieht oder die Katze abgeben muss. Ebenso die Pflicht, sich regelmäßig bei mir zu melden und zu berichten, wie es den Kleinen geht. Meint ihr, das geht oder ist das zu krass?

Ich hab halt insgesamt Angst, dass den Leuten der Aufwand bei einer normalen Hauskatze zu viel ist und dass sie sich dann ihr Kätzchen lieber woanders holen. Bei Rassekatzen ist das wohl was anderes, die Käufer nehmen das eher in Kauf.
Ich weiß auch, dass viele hier keinen Unterschied zwischen einem Rasse- und einem Hauskätzchen machen, ich z.B. hätte die Bedingungen so akzeptiert. Ich weiß aber auch, dass wir hier nicht die Regel sind.
Im Moment ist das alles ja noch ziemlich hypothetisch, da ich noch gar nicht weiß, wann ich denn überhaupt so eine Katzenmama aufnehmen kann, aber ich dachte, es kann nicht schaden, sich schon sehr frühzeitig Gedanken zu machen.
Also, ich hätte gern eure Meinung zum Thema gehört.

LG, Julia
Jojo
 

Beitragvon samtpfoetchen am Fr 7. Mär 2008, 01:48

Julia ich find deine Idee und auch deine "Ansprüche" sehr gut.

Wende dich doch mal an einer der privaten Tierschutzorgas. Die machen sowas ja öfters inklVorkontrollen, Schutzvertrag ....

Vorkontrolle und oder persönliches Vorbeibringen ist sicher das kleinste Problem. Wer dafür kein Verständnis hat ist sicher der falsche Katzenbesitzer.

Einzelhaltung, wenn man gute Argumente bringt verstehen dass viele sicher auch oder haben eh schon nen Kätzchen Zuhause. Und in dem Fall hast du eh das unschlagbare Argument des Geschwisterpärchens was zusammen bleiben will. ;-)

Die meisten Schwierigkeiten sehe ich bei den Kosten für eine Frühkastra. Aber wenn man den neuen Besitzern das gut erklärt und vor allem, dass die Kosten ja eh irgendwann auf sie zugekommen wären, müsste das auch gehen.

Und auch die 14 Wochen sehe ich nicht so schlimm. Sind da schließlich noch süß genug. Und notfalls kannst du ja auch ab 12 Wochen vermitteln. Nur vorher eben nicht.

Letztendlich sollten alle Punkte für einen verantwortungsvollen Katzenfreund verständlich und kein Problem darstellen.

Klar hast du natürlich recht, dass das "Angebot" an jüngeren, billigeren und ohne Konrolle vermittelten Kätzchen gerade in den kommenden Monaten jedes Jahr viel zu groß ist. Trotzdem sollte es Leute geben die sich von den guten Argumenten überzeugen lassen.

LG Netty
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Beitragvon Samuja am Fr 7. Mär 2008, 11:40

Hey!

Du könntest das im Namen einer Tierschutzorganisation machen. Dann gelten deren Rechte und Pflichten. Bei uns zB wird keine Katze vor der 12. Woche abgegeben. Mit VK und nur mit der Unterschrift, dass sie/er kastriert wird. Die müssen dann bis zu einem bestimmten Zeitpunkt die Bescheinigung vorlegen, dass das Tier kastriert ist, sonst kommen wir gucken!

Du wärst dann sozusagen eine Pflegestelle und hättest noch den Vorteil, dass Dir noch erfahrenere Leute zu Seite stehen. Zudem werden die Katzen, sollten sie schwer krank werden oder OPs benötigen von der Tierorga mitgetragen. Du musst also nicht plötzlich 3 OPs für 500€ allein zahlen.

Einzelhaltung gibts bei uns zb auch nicht. Entweder als Zweitkatze oder 2 Katzen nehmen.
Wie das mit dem Barfen ist, kann ich Dir nicht sagen, aber ich habe auch schon Leute wegen Futter beraten und kenne einige, die sehr einsichtig sind und das eben nicht wissen und nach entsprechender Aufklärung wirklich gerne entweder hochwertiges Futter oder Barf gefüttert haben.

Die Leute kommen ja schon zu Dir, sich die Katzen ansehen und du kannst immer Deine Bedenken äußern, die da hinzubringen.

Das ist bei uns so. Wir sind auch ein sehr kleiner verein und können daher so genau da hinterher sein. Vielleicht findest Du ja auch einen geeigneten.

Ansonsten hast Du jedes Recht über Deine Tiere zu verfügen nur es kann eben schwierig werden. Da hilft der Name einer Orga unter dem Vetrag ganz gewaltig.

LG Samuja
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Beitragvon Nurgül81 am Fr 7. Mär 2008, 15:29

Liebe Jojo

ich würde gerne 2 Kitten von dir haben,
im Ernst ich finde das total verantwortungsbewusst
Nurgül81
 

Beitragvon 44christel am Fr 7. Mär 2008, 17:53

Hallo jojo
Eine Frühkastration paßt nicht in Dein Gesamtkonzept.
Wenn Du den Katzen schon ein Leben wie im Adlon ermöglichst warum dann im frühen Kindesalter kastrieren? Dann sollten sie schon auswachsen können. Eine Babykastration ist nur eine Notlösung.
Noch einen Vorschlag. Ehe Du Dir die Mutterkatze holst, solltest Du erst einmal Abnehmer finden die mit Deinen Vorschlägen einverstanden sind und die Dir dann auch gleich die Unkosten für die Katzen hinblättern damit sie es sich nicht noch anders überlegen, wenn Du ihnen die Kosten nennst.
44christel
44christel
 

Beitragvon Mephisto am Fr 7. Mär 2008, 17:56

Hallo Liebes!

Die Bedingungen, die du hast, stellen auch die meisten Züchter (falls wirkliche Züchter und keine Vermehrer) und da meckert keiner und wenn doch gibts kein Tier, basta. ;-)

Ich hätte auch gesagt, dass du dich da mit dem betreffenden Tierschutzverein kurschließen solltest, für den du Pflegestelle bist. Die haben meistens recht gute und sehr klare Verträge und beinhalten z.B. auch, dass sie nach vorheriger Terminvereinbarung besucht werden dürfen. Viele Züchter, Vermittler, Vereine schauen sich das Zuhause eines Kätzchens gern vorher an. Nicht um rumzumeckern, sondern um einfach zu schauen, ob die Verhältnisse gegeben sind (Genug Platz für 2 Katzen? Wo wäre Platz für die Katze selber (wo also könnten Toilette, Kratzbaum, etc. stehen) etc.) und geben gute Tipps, was man machen könnte um es vielleicht noch etwas an "brüchtigen Stellen" zu verbessern. Die meisten Tiere in pflegestellen werden höchstpersönlich von ihren Pflegern zum neuen Zuhause gebracht. Da bleibt man dann noch ein paar Minütchen, hinterlässt seine Nummer, falls es Probleme geben sollte und geht wieder.
Nach etwa 4 Wochen steht bei den meisten der "kontrollbesuch" an. Dort schaut man dann wie sich das Kätzchen/der Hund so eingelebt hat, ob es dort zufrieden ist, ob alles für ein richtiges Katzenleben gegeben ist und verabsciedet sich wieder. ;-)

Das Rückgaberecht fordert JEDER Tierschutzverein für sich ein, entweder durch Rückkauf oder/und die Verpflichtung, dass das Kätzchen an die Stelle zurückzugeben ist, sollte der Besitzer es aus irgendeinem Grunde nicht mehr haben wollen oder halten können.
Im Vertrag steht deutlich, dass bei Abgabe des Tieres, das Tier an die vorherige Stelle zuirücksoll und nciht weiterverkauft werden darf, nciht zu Zuchtzwecken eingesetzt werden darf (was sich eh meist erledigt hat, da die Katzen kastriert sind), nicht an ein Versuchslabor verkauft werden darf, nciht ausgesetzt oder getötet werden darf, usw. Ein Anruf und der betr. Verein steht innerhalb der nächsten Stunden auf der Matte und holt das Tier ab!
(Diese Klausel besagt meistens auch, dass der Besitzer eine Strafe in Höhe von X zahlen muss, wenn er sich an diese Vereinbarung nicht hält und das Tier einfach verkauft o.ä.)
Meistens gibt es noch die Klausel, dass der vermittelnde Verein darüber in Kenntnis zu setzen ist, wenn das Tier verstirbt oder eingeschläfert werden musste.
Auch verpflichtet sich der neue Besitzer für ein bestmögliches Leben zu sorgen, was beinhaltet: Gutes Futter, gute Versorgung und Pflege, Tierarztbesuch im Krankheitsfall, ebenso wie das ethische nämlich das einschläfern, wenn es nicht mehr anders geht. Rein theoretisch also ist das meiste abgedeckt.

In Sachen Futter kannst du ruhig eine kleine Mappe erstellen und den Besitzer das erklären. Die Mappe kann mitgegeben werden und dient auch nach der Vermittlung den meisten Besitzern als eine gute Infomappe.

Abgabe mit 14 Wochen ist zwar nicht verkehrt, würde ich persönlich aber nicht anraten und zwar wirklich aus den Gründen, die du schon genannt hast. 12 Wochen reichen aus. Und in dem Alter bekommst du die KLeinen auch noch gut "an den Mann", schon kurz danach wirds schwieriger.

Die Kastration ist in Ordnung und die Besitzer sind froh, wenn die Katze schon soweit "fertig" ist, dass sie sich wirklich nur noch um Eingewöhnung und ums Knuddeln kümmern müssen. ;-)
Sollte es jedoch von der Orga her nciht möglich sein, verpflichtet sich der Neue Besitzer vertraglich dazu, die Katze kastrieren zu lassen, da ja Zucht mit ihm/ihr verboten ist.

Was Einzelhaltung betrifft, so kann es manchmal vorkommen, dass du Probleme haben wirst, weil immr noch viele Menschen der Meinung sind, dass Katzen Einzelgänger sind (hab es erst letztes WE wieder gehört und musste direkt protestieren). Etwas Einfühlungsvermögen ist gefragt um das aus dem Kopf zu kriegen. Es vermittelt kaum noch jemand eine Katze in Einzelhaltung, sondern meist als Zweitkatze oder Pärchen und wer das nicht akzeptieren kann, ist kein katzenmensch. Punktum.

Na ich denke, das wird schon klappen.
:pfote: Liebe Grüße von Bine & den Fellis :pfote:

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Beitragvon Piegabaer am Sa 8. Mär 2008, 12:05

Wir haben unsere Joy ja im November aus dem Tierheim geholt - mit ca. 12 Wochen und fanden das auch gut so. Leider hatte sie ja die Zeit im Tierheim keine Mutter mehr, aber ihre zwei Schwestern waren dafür bei ihr.

Beim Abholen von Joy haben wir gleich 80 EUR bezahlt, da war dann die spätere Kastration, zu der wir uns schriftlich verpflichtet hatten, enthalten.
Da sie nun schon sehr früh zwei Mal hintereinander rollig war, wurde sie vor fast drei Wochen im Tierheim von der dortigen Ärztin kastriert.

Wenn die Leute erst mal schon gezahlt haben, lassen sie die Kastration auch machen (und wenn es allein wegen der störrenden Rolligkeit ist).

Vielleicht könntest du es so wie das Tierheim machen, dann müsste die Frühkastration nicht sein.

Mit dem Barfen denke ich, dass das Probleme bringt, wenn jemand nachher nicht barft. Frag die Leute doch einfach, was sie füttern wollen.
Dank des www sind mir auch die Augen aufgegangen und Joy bekommt sicher kein Futter wie im Tierheim...
LG

Simone
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Beitragvon Nurgül81 am Sa 8. Mär 2008, 14:15

WAS BITTE IST WWW
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Beitragvon samtpfoetchen am Sa 8. Mär 2008, 14:25

Nurgül81 hat geschrieben:WAS BITTE IST WWW

world wide web oder eben Internet

LG Netty
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Beitragvon Mephisto am Sa 8. Mär 2008, 14:50

Ja, hmm, das mit der Frühkastration ist ja so ne Sache. Darüber streiten sich die Experten ja immer noch. da muss man mal schauen, was man macht. Bin zwar auch für spätere Kastrationen, aber da muss man halt gucken wie die betreffende Orga das so handhabt.
Ansonsten kannst du alles andere aber so machen wie besprochen. Zum BARFen kannst du sie zwar nciht zwingen, aber wie gesagt: Du kannst es vorschlagen, von den Vor-und Nachteilen erzählen und eine kleine Infomappe fertig machen, die du kostenlos mit abgibst, falls sie sich das nochmal überlegen möchten bzw. so handhaben möchten.
:pfote: Liebe Grüße von Bine & den Fellis :pfote:

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