Trauer um die geliebte Katze

Moderator: Moderatoren

Knut ist tot...

Re: Knut ist tot...

Beitragvon Chaosqueenie am Do 24. Mär 2011, 08:06

vincent hat geschrieben:Die Arbeitselefanten in Indien werden im Stall auch angekettet,da es sonst
zu Streitereien untereinander kommt.


Seltsam, dass es unter den frei lebenden Elefanten nicht dauernd Streitereien gibt, obwohl sie nicht angekettet sind... :cat-smile2: :klappehalten:
LG Anita und die Pelzgötter Garfield, Snøti, Peachy & Leo

Auf kleinen Pfoten läuft ein Stück vom Leben mit uns durch die Zeit. (G. Kunert)

5247
5247
Benutzeravatar
Chaosqueenie
Very Important Cat
 
Beiträge: 3231
Registriert: 01.09.2007
Alter: 44 Weiblich
Wohnort: Oberhessische Pampa

Re: Knut ist tot...

Beitragvon Samuja am Do 24. Mär 2011, 10:00

Erstens das, Anita, und 2. nur weil die Inder das machen, ist es nicht zwangsweise gleich ok, wenn wir das auch machen.
Auf das "wie" kommt es oftmals an und das stimmt in den allermeisten Fällen hinten und vorne nicht.

LG; Sam
Samuel, Nemo, Runa
Kaja: 04.04.2004 - 25.07.2013 (<3)
Tigre: 05/2008 - 09.07.2014 (<3)
Feli: 05/2008 - 17.07.2015 (<3),
Und die verrückten Pflegis Fitz und Fatz
Benutzeravatar
Samuja
Moderator
 
Beiträge: 5553
Registriert: 12.02.2008
Alter: 34 Weiblich
Wohnort: NRW

Re: Knut ist tot...

Beitragvon vincent am Do 24. Mär 2011, 12:24

Die frei lebenden Elefanten wahren einen gewissen Abstand zueinander.
Die Inder haben eine sehr lange Erfahrung mit den Elefanten. Daß sie
Achtung vor Tieren haben sieht man an den heiligen Kühen.
vincent
Very Important Cat
 
Beiträge: 5093
Registriert: 14.02.2005
Alter: 79 Männlich
Wohnort: 44808 Bochum

Re: Knut ist tot...

Beitragvon samtpfoetchen am Do 24. Mär 2011, 12:40

vincent hat geschrieben:Die frei lebenden Elefanten wahren einen gewissen Abstand zueinander.

Das wär mir neu, wandern doch schließlich normalerweise als Gruppe durch die Gegend.

Ansonsten kann ich mich Anita und Sonja auch nur anschließen, auch die Haltung der Arbeitselefanten in SüdAsien ist alles andere als wirklich OK.
Wobei wir dann auch schnell bei der Massentierhaltung hier bei uns sind. :?

Wie gesagt ich find Haltung in Tierparks grundsätzlich OK, vor allem wenn Zuchtprogramme zur Arterhaltung vorgenommen werden, aber nur wenn die Gehege und die Haltung halbwegs artgerecht wäre. und das sit sie in unseren Zoos fast nirgends auf der Welt, leider.
Bild
Benutzeravatar
samtpfoetchen
Site Admin
 
Beiträge: 10548
Registriert: 24.04.2003
Alter: 38 Weiblich
Wohnort: Falkensee

Re: Knut ist tot...

Beitragvon vincent am Do 24. Mär 2011, 16:58

Das die Elefanten in freier Wildbahn als Gruppe wandern heisst nicht, daß
sie sich auf die Pelle rücken. Das Anketten erfolgt aus Erfahrung
vincent
Very Important Cat
 
Beiträge: 5093
Registriert: 14.02.2005
Alter: 79 Männlich
Wohnort: 44808 Bochum

Re: Knut ist tot...

Beitragvon vincent am Do 24. Mär 2011, 17:00

Die Elefantenführer sind mit ihren Tieren eng vertraut. Die Arbeit erfölgt
in gegenseitigen Einverständnis.
vincent
Very Important Cat
 
Beiträge: 5093
Registriert: 14.02.2005
Alter: 79 Männlich
Wohnort: 44808 Bochum

Re: Knut ist tot...

Beitragvon Mephisto am Fr 25. Mär 2011, 10:39

Was auch immer es war bei Knut, Hirnerkrankungen sind so immens schwer zu erkennen. Da sieht man meist erst etwas, wenns zu spät ist, zumal bei einem so jungen Tier ja nicht nach so etwas gesucht wird, wenn es keine Anzeichen gegeben hat. :cat-noidea:
Epilepsie kann möglich sein, klar. Durch den Anfall und die dadurch resultierende Desorientierung fiel Knut ins Wasser, krampfte noch und ertrank dabei. Mich hat das Im-Kreis-Laufen und ein bisschen an die BSE Rinder erinnert, die auch "gestolpert" und im Kreis gelaufen sind.
Eine andere Erkrankung, aber ähnliche Symptome.
Aber wie auch immer...ich fand das Video furchtbar! :cat-cry:
Eine :kerze: für Knut. Ich möchte mich Anitas Worten anschließen bzgl. des Heimholens von Knuts Ziehpapa.

Sowas MUSS doch einfach in die Hose gehen.
Noch ein bisschen Senf zu den anderen Sachen, die hier angesprochen wurden.
1.) ALLE Tiere leiden, weil sie leidensfähig sind, oder anders gesprochen: gefühlsbegabt. Ein Beispiel aus der Natur: Eine Zebramama bewacht tagelang ihr verstorbenes Kind, vorausgegangen sind erbärmliche Schreie einer trauernden Mutter! Die Mutter wächst dabei über sich selbst hinaus, wenn sie ihr totes Kind vor Hyänen & Co. verteidigt. Die Herde aber wird ohne sie weiterziehen, sie werden sich umschauen, aber sie lassen der Mutter ihren Schmerz, ihre Trauer. Nach einigen Tagen gibt die Mutter vielleicht auf ihr Kind zu beschützen, sie wird aber sterben. Aus verschiedenen Gründen: Alleine hat ein Zebra kaum Chance, außerdem hat die Mutter die ganzen Tage ihr Kind nicht verlassen und so auch weder gefressen noch getrunken, durch die Verteidigung vor Raubtieren hat sie ihre Kräfte aufgebraucht und hinzu kommt der Schmerz einer jeden Mutter, die ihr Kind verliert. Ich kapiere nicht wieso zu heutiger Zeit das Gefühlsleben der Tiere immer noch so unterschätzt wird, bzw. sogar primitiviert wird. Das ist einfach nicht wahr. Man gehe in einen Kuhstall und dann sollte man mal hören wie sehr Mama und Kind schreien, wenn sie getrennt werden! Das sind furchtbare Klagelaute. Wie jedes andere Lebewesen kommt auch eine Kuh, oder ein Zebra oder was auch immer irgendwann wieder "zur Ruhe", aber derlei Dinge hinterlassen Spuren! Und so unterschiedlich wir in unseren Charakteren sind, so unterschiedlich sind Tiere. Manche sterben an Kummer und Qual, andere überleben. Delfine z.B. sterben ebenfalls an Trauer, an Depressionen und Beispiele für Suizidversuche gibt es sogar in der Tierwelt genug. Sei es das Pferd, welches ganz bewusst in den Traktor springt (Tatsache!) oder der Delfin, der aufhört zu atmen oder aber mit dem Kopf so oft vor die Aquarienwand schwimmt, bis er stirbt.
Tiere können an unterschiedlichster Qual zugrunde gehen, durch furchtbarste Schmerzen in Herz und Seele. Der Hund ist ein bekanntes Beispiel, ja, aber er ist nicht der einzige, der an Trauer stirbt.

2.) Ich bin, was Zoos betrifft, genauso zwiespältig. Ich halte sie gut für Zuchtprogramme und ich weiß auch, dass es viele Tiere nur noch in Zoos gibt, weil sie in freier Wildbahn ausgerottet wurden. Ich finde einen Zoo gut um insbesondere Kinder diese Tierwelt näherzubringen und sie in Respekt zu schulen. Wenn ich immer sehe, was für Eltern mit ihren Kindern in Zoos rumlaufen, platzt mir regelmäßig der Kragen. Ich für meinen Teil kann einem Kind über JEDES Tier im Zoo etwas erzählen und genau DAS finde ich wichtig. Kleinen Menschen Tiere näher zu bringen, ihnen die Unterschiede zu zeigen, sie zu sensibilisren für Respekt und Achtung, den Schutz klar zu machen, den dieses Tier u.U. braucht. Zu zeigen, dass Tiere genauso beseelt sind, ihnen aber auch erklären, dass in freier Wildbahn alles anders ist. Tiere im Fernsehen sehen; ist etwas anderes, als ihnen gegenüberzustehen und von den Eltern etwas Spannendes dazu zu hören. Ich hab zu ziemlich jedem Zootier ein paar interessante Fakten parat, Besonderheiten in sozialem Leben, Anatomie, Verhalten, etc. und zu ebenfalls jedem Tier ein paar schöne Geschichten. Ich traue mir durchaus zu meinem Kind im Zoo eine sehr spannende und interessante Welt zu zeigen. Es wird staunen und Tiere als kluge, liebevolle und lebenswerte Geschöpfe begreifen, die sie sind und v.a. wie sehr sie sich unterscheiden, es sind also nicht einfach nur "Tiere" aus der Schublade, sondern alle haben ihre erigenen Besonderheiten. Die meisten Eltern haben zum einen keinen Plan von den Tieren, die sie da sehen (und man höre mal den Kindern zu, welche z.T. interessanten und kluigen Fragen sie stellen zu dem und dem Tier; können die Eltern fast nie beantworten!) und können entsprechend nichts weitergeben. Zum anderen haben nicht einmal sie Respekt vor den Geschöpfen, die da hinter den Gittern sitzen: Man klopf nicht vor Scheiben, man brüllt nicht rum und macht die Tiere nervös. Aber das raffen ja nicht mal die Erwachsenen (ob Eltern oder Lehrer, alle gleich!). Ein Zoo ist für mich also lediglich eine gute Schule für jemanden, der etwas über die Tierwelt erfahren will und sollte, nichts anderes. Sehen und zuhören! Sehen und begreifen!
Ich persönlich mag Zoos nicht. Wenn ich dort bin, werde ich immer zum "Verhaltensforscher". Elefanten und Raubkatzen sind ein gutes Beispiel dafür, sie zeigen allesamt Verhaltensstörungen. In meinen Augen gehören all diese Tiere nicht in einen Zoo, denn die Bedingungen für die speziellen Tiere sind allesamt nicht erfüllbar. Ein Eisbär muss in Minstemperaturen leben, da fühlt er sich wohl, das ist seine Welt. Ein Pinguin braucht viel Platz und tiefes Wasser, denn er ist Meistertaucher und er liebt das Tauchen mit Freunden. Ich kennen keinen Zoo, wo das gegeben ist. Ein Gepard braucht großes Terrain, er ist Sprinter, er muss es ausleben können, sonst stumft er ab. Ein Delfin gehört in kein Planschbecken, sondern ins Meer, wo er frei ist, die Welt der Meere (seine Welt!) entdecken kann, seine Jungen großziehen kann und seine Jagdtouren schwimmen kann. In so einem Planschbecken verblödet jeder Delfin! Erst recht, wenn er dämliche Kunststücke aufführen soll. Da wird die Intelligenz eines jeden Lebewesens ad absurdum geführt! Ein Elefant ist ein Wandertier, er hat in so einem kleinen Rondell und dann auch noch angekettet nichts zu suchen. Die Ketten sind übrigens für die Sicherheit der Pfleger und leider auch für die Sicherheit der anderen Elefanten, aber nur deswegen, weil Elefanten in so kleinen Terrains gestresst sind. Schaut Eure Katzen an, wenn Ihr sie z.B. zu zweit stundenlang in einer Box rumkutschiert, ihre Toleranzgrenze wird in den meisten Fällen von Minute zu Minute niedriger. Viele Tiere auf engem Raum klappt halt nicht!
In der Natur ist das nicht so, da ist genug Platz, da kann man an den Wasserlöchern auch mal neben Bruno stehen und nicht dauernd neben Karlheinz. Ihr versteht, was ich meine. Erdmännchen haben meist viel zu wenig Platz. Dieses lustige Völkchen hat zwar kein Riesenterrain, aber sie gehen auf Suche. Der Späher wird aufpassen, dass nichts geschieht und im Falle einer Gefahr pfeifen. Im Zoo sind nur dumme Menschen die Gefahr, die dann auch noch Hamburgerbrötchen ins Gehege schmeißen. *kopfschüttel* Ne sorry....ich kann das nicht leiden. Die Bedingungen im Zoo sind für KEINE Tierart angemessen. Keiner erfüllt die Bedingungen um die Tiere entsprechend ihrer Natur zu halten. Dazu gehören Kleinsäuger genauso wie Vögel, Raubtiere, große Söugetiere und Meeresgetier! Ein Planschbecken ersetzte kein Meer, ein Rondell ersetzt keine Steppe und diese Miniwiesen für die Löwen ersetzt keine Savanne! Und Gitter erinnern mich an Knast. Man bedenke, dass die urspründlichen Tiere mal Wildfänge gewesen sind, z.B. bei vielen Affenarten. Rausgerissen aus Heim und Familie; eingesperrt in ungemütliche beflieste Räume, umgeben von Lärm und Krach. Das ist kein Ersatz für die Freiheit und das Zuhause, das sie einst hatten! Das kann es doch nicht sein!
Und man kann mir erzählen, was man will, aber dieser innere Ruf, der Instinkt, dass da "noch etwas anderes" ist, den hat auch jedes im Zoo geborene Tier. Ein Eisbär fühlt einfach, dass er irgendwie nicht ganz richtig ist, ein Elefant spürt einfach, dass er laufen sollte und ein Gepard fühlt, dass er sprinten sollte. Der innere Drang, der Wille nach Freiheit, den kann man nicht aberziehen. Man kann ihn brechen, aber man kann ihn nicht vernichten!
:pfote: Liebe Grüße von Bine & den Fellis :pfote:

3208
3208
Benutzeravatar
Mephisto
Co-Admin
 
Beiträge: 5723
Registriert: 15.10.2004
Alter: 36 Weiblich
Wohnort: bei Düsseldorf/NRW

Re: Knut ist tot...

Beitragvon Samuja am Fr 25. Mär 2011, 10:45

Amen! Das unterschreib ich!

Sam
Samuel, Nemo, Runa
Kaja: 04.04.2004 - 25.07.2013 (<3)
Tigre: 05/2008 - 09.07.2014 (<3)
Feli: 05/2008 - 17.07.2015 (<3),
Und die verrückten Pflegis Fitz und Fatz
Benutzeravatar
Samuja
Moderator
 
Beiträge: 5553
Registriert: 12.02.2008
Alter: 34 Weiblich
Wohnort: NRW

Re: Knut ist tot...

Beitragvon samtpfoetchen am Fr 25. Mär 2011, 12:48

Samuja hat geschrieben:Amen! Das unterschreib ich!

ich auch
Bild
Benutzeravatar
samtpfoetchen
Site Admin
 
Beiträge: 10548
Registriert: 24.04.2003
Alter: 38 Weiblich
Wohnort: Falkensee

Re: Knut ist tot...

Beitragvon vincent am Fr 25. Mär 2011, 19:34

Ich habe heute mit meinem aus Indien stammenden Studienfreund gesprochen. Die Arbeitselefanten hätten dort genügend Platz und würden nicht angekettet. Die zahmen Tiere liefen nicht weg und hielten sich in der Nähe ihrer Arbeitsplätze auf. In Köln hätte man ein größeres Elefantenhaus gebaut und müßte die Tiere nicht anketten.
:elefant: :elefant: :elefant: :elefant: :elefant: :elefant:
vincent
Very Important Cat
 
Beiträge: 5093
Registriert: 14.02.2005
Alter: 79 Männlich
Wohnort: 44808 Bochum
VorherigeNächste

Zurück zu Abschied



Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast




~ Partnerseiten / Werbung ~



Weltbild ~ myToys ~ Snapfish ~ Pixum