Trauer um die geliebte Katze

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und jetzt ist er weg

und jetzt ist er weg

Beitragvon togoitalone am Mo 2. Aug 2010, 21:50

es alleine schaffen

geht das überhaupt? muss es ja, wenn niemand da ist

geteiltes Leid ist halbes Leid
ich hatte nie viel für solche Sprichwörter übrig doch jetzt weiß ich dass es stimmen muss

Irgendwie tut es doppelt weh dass niemand da ist, der auch um mein Katerchen trauert
niemand der ihn so gekannt und geliebt hat wie ich
Am Samstag gegen 18:30 Uhr wurde er wahrscheinlich von einem Auto angefahren, lag tot bei meinem Nachbarn in der Einfahrt, wo er sich vermutlich noch hingeschleppt hat!? Er hatte "nur" ne Wunde am Kopf. Ändert das was? Wars wirklich ein Auto?

Ich weiß nicht was ich machen soll, bin nur noch am weinen weils so weh tut und weil er einfach weg ist
kanns gar nicht richtig glauben obwohls mir nonstop bewusst ist

Ich kenne niemanden der sowas schon mal durchgemacht hat, hab zwar auch ein paar Katzenfreunde in meinem Umfeld aber die mussten das zum Glück noch nicht erleben - ich wünsche es keinem. Die meisten aber können nicht viel mit Katzen anfangen. Die haben zwar schon "Mitleid" aber mehr als ein "tut mir leid für dich" ist nicht zu erwarten oder "sag Bescheid wenn ich was für dich tun kann"
Ich weiß auch nicht woher ich mir das Recht nehme, dass ich mehr erwarte

Man sollte denken "drüber reden hilft" aber mit wem? Es kann niemand nachempfinden und das tut doppelt weh, niemand da der meinen kleinen Schatz genauso vermisst wie ich

Mein Vater hat in waldnähe ein Grundstück, da haben wir ihn begraben und da liegt er jetzt ganz alleine und ich kann nichts machen.

Ich glaub nicht an Regenbogenbrücken und so einen Kram. Mein Katerchen ist tot und er kommt nie wieder. Es ist nicht wahr dass er noch bei mir ist oder dass er jetzt irgendwo ist wo es ihm gut geht. Bei mir ging es ihm gut und da ist er nicht mehr

Habe noch eine Katze, die vermisst ihn wohl auch, jedenfalls macht sie mich ganz wahnsinnig und sie ist auch total verunsichert weil ich so komisch bin. Verständlich. Keine Ahnung wie ich mir ihr umgehen soll

Erst hieß es dass sie tot sei. Als ich nach Hause kam lag sie schon in einer Mülltüte (!) auf meiner Wiese (mein Vater wurde vom Nachbarn angerufen, der kam dann weil ich nicht zu Hause war)
Nach etwa zwei Stunden als mein Vater die Tüte aufmachte um die Katze in den Karton zu legen sah ich, dass es mein Katerchen war und nicht meine Katze
Das Schlimme ist - wofür ich mich so sehr schäme - dass ich ständig dachte "warum gerade sie, warum gerade sie"
Und dann: war es mein Kater
NEIN es war natürlich nicht besser und ich war auch nicht froh oder erleichtert
Es war ein richtiger Schlag und ich habe meinem Kater gegenüber ein so schlechtes Gewissen fast so als hätte ich jetzt kein Recht so traurig zu sein. Ich weiß nicht wie ich es erklären soll und ich weiß auch gar nicht ob das überhaupt irgend ne Rolle spielt

Wie im Wahn hab ich gestern meine Wohnung geputzt. Ich wollte seine Haare nicht mehr auf meinem Boden, der Couch haben, nicht mehr darüber gehen, über seine Pfotenabdrücke, darüber wo er gestern noch so schön gelegen und sich abgekühlt hat (auf den Fliesen). Ist das nicht krank!?
Ich wollte ihn wegputzen!? Ich weiß es nicht. Nur sein Schlafplatz am Fußende meines Bettes, da konnte ich seine Haare nicht wegsaugen, konnte auch nicht meine Bettwäsche waschen.
Soll oder muss ich das noch tun, warum geht es dann nicht?
Ich schreibe so ein Mist und habe keine Ahnung ob es überhaupt jemand lesen wird - wenn wird derjenige mich bestimmt für total bescheuert halten - zu Recht wahrscheinlich.

Eigentlich will ich nur eins wissen: Wann wird das besser, wann tut das nicht mehr so weh, wann muss man nicht mehr ständig weinen, wann kann man wieder richtig essen und wieder leichter Atmen
wann hört das endlich auf???????
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Re: und jetzt ist er weg

Beitragvon uschi am Mo 2. Aug 2010, 22:48

Ich habe so etwas noch nicht erlebt, aber ich weine gerade über Deine Worte. Vor allen Dingen, weil ich heute selbst ein überfahrenes Katerchen gefunden habe. Dieses Katerchen kannte ich nicht, es hat mich nur unheimlich traurig gemacht, ihn da so liegen zu sehen.

Ich denke schon, dass Dich hier jeder versteht und Dein Geschriebenes spiegelt Deine Seele wieder.

Irgenwann wird es auch in Dir wieder ruhiger werden und vielleicht bist Du dann wieder offen für eine neue Katze.

Dein Katerchen wird immer in Deinem Herzen bleiben und zeige Deiner Katze, dass Du sie liebst, sie ist sicherlich auch ganz verwirrt, denn sie spürt Deine Traurigkeit.
Sicherlich fehlt ihr auch der Kater und sie weiß gar nicht was los ist, dass er nicht da ist.

Ich drücke Dich und weine mit Dir.

LG. Uschi
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Re: und jetzt ist er weg

Beitragvon ShanaZoe am Di 3. Aug 2010, 09:16

Hallo


es ist immer sehr traurig, wenn ein geliebtes Tier stirbt und erst recht, wenn es überfahren wird. Ich kann mir sehr gut vorstellen, wie traurig du bist.

Ich musste vor 1,5 Jahren meine geliebte Katze Siewa einschläfern lassen. Da habe ich auch sehr viel Zuspruch und Hilfe aus diesem Forum bekommen.

Das mit den Haaren in der Wohnung kann ich auch verstehen. Einerseits tut es so weh, das alles noch zu sehen und die Katze tot zu wissen. Andererseits will man doch etwas von ihr bewahren. Ich habe mir ein kleines Medaillon gekauft und ein paar Haare und ein Schnurrhaar von ihr darin aufbewahrt. Außerdem habe ich immer noch viele Fotos von ihr in meiner Wohnung stehen.

Die Trauer braucht ihre Zeit und das kann dir auch niemand ausreden. Eine Katze ist eben auch sowas wie ei
Familienmitglied und eine Persönlichkeit, die einem sehr ans Herz wachsen kann. Dein Katerchen ist nicht "nur eine Katze". Es ist gut, daß du um ihn trauerst und ihn in Erinnerung behältst.

Mitfühlende Grüße,
Shana
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Re: und jetzt ist er weg

Beitragvon Marry am Di 3. Aug 2010, 13:02

Ich kann gerade genau das fühlen, was du fühlst, auch, wenn ich das noch nie erlebt habe.. ich bin echt gerade total am heulen.. :traurig1:

Keiner hier wird dich für verrückt halten, jeder wird mit dir fühlen. Wir alle lieben unsere Tiere genauso sehr wie du deinen Kater geliebt hast. Wann es vorbei geht, kann ich dir leider nicht sagen und es ist wahrscheinlich auch nicht klug, jetzt mit Sprüchen anzukommen wie "Die Zeit heilt alle Wunden", aber es ist wahr. Du wirst es schaffen und nachdem du lange getrauert hast, wird es dir besser gehen. Ich wünsche dir viel Kraft, die Phase der Trauer zu überstehen.

Liebe Grüße
Marry, Sam und Tigger
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Re: und jetzt ist er weg

Beitragvon samtpfoetchen am Di 3. Aug 2010, 13:50

:troest:

Ich hab das leider schon erlebt uns weiß wie schlimm es ist vor allem so seine liebsten zu verlieren. :cat-cry:

Über den Unfalltod von unserem Flory (Jerrys Bruder) bin ich bis heute nicht wirklich weg. Auch wenns nun schon 8 Jahre her ist. :traurig1:

Der Gedanke, dass nach dem Tod noch irgendwas kommt, seis Regenbogenland, Himmel, oder Wiedergeburt hilft allerdings irgendwie.
Aber selbst wenn das nicht glauben mag, jedes Lebewesen was nicht vergessen wird, lebt ja irgendwie in den Herzen weiter.

Ansonsten würde ich wege deiner zweiten Mieze wirklich darüber nachdenken wieder ein Kätzchen dazuzuholen. War bei uns immer das beste was man tun konnte, für die eigene Trauer natürlich auch, aber auch für die trauernde Katze daheim. Leider können nämlich auch Katzen richtig krank vor trauer werden.
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Re: und jetzt ist er weg

Beitragvon Tiffy1983 am Di 3. Aug 2010, 18:37

Hi,

mensch das tut uns echt leid mit deiner Katze, das hört sich so schlimm, das ist klar das du damit nicht so klar kommst. Man kann keine geliebtes Tier einfach so vergessen :traurig2:

Ich war echt geschockt als ich es gelesen habe, wie kalt manche Menschen doch sein können :gibtsnicht:

Die Vorstellung, dass er noch versucht hat verletzt nach hause zu kommen, macht mir echt Gänsehaut und ist so traurig, aber es zeigt auch das er unbedingt bei dir sein wollte oder dir damit zeigen wollte guck was mit mir passiert ist, nicht das du dir Tage Wochen oder sogar Monate lang Gedanken machst wo er nun ist :traurig1:

Vorallem der jenige der es war, sollte bestraft werden nicht geholfen zu haben. Aber nun dieses hätte, wenn und aber das hilft nun auch nicht weiter.

Wir denken an dich und fühlen auf jeden fall mit dir. Es ist so schlimm ein Tier zu verlieren, letztes Frühjahr war es unser Hund und zu Weihnachten am 22.12.2009 meine geliebte Wellensittich Dame Frau Blinki, an sie denke ich heute noch und bin unendlich traurig, hatte sie über 10 Jahre :traurig3:

Wir und der kleine Lenny zünden eine :kerze: für ihn an.

Wir wünschen dir und deiner Katze alles Gute für die Zukunft



Liebe liebe liebe Grüße

Monja & Jan sowie Lenny


Wir werden immer an Euch beiden denken, an Rastel (Mischlings-Hund) & Frau Blinki (Wellensittich-Dame)

Es Grüßen Frauchen Monja, Herrchen Jan, Wellensittiche Gelber & Blauer, Hamster Max sowie unser süßer Kater Lenny)
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Re: und jetzt ist er weg

Beitragvon Frank am Di 3. Aug 2010, 18:51

Hallo, :traurig1:

das tut mir sehr leid. :traurig3: Wie alt ist deine Mieze denn geworden? Ich weiß (noch) nicht wie es ist eine Katze zu verlieren, aber ich weiß sehr gut wie es ist ein geliebtes Tier zu verlieren. Auch wenn es "nur" ein Vogel ist.
Ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen das es hilfreich ist sih nah ein paar Tagen ein neues Tier anzuschaffen. Zumindest hat es mir geholfen weil es ein bischen vom Verlust ablenkt. Am bsten ist da eine Samtpfote aus dem Tierheim. Diese Tierchen haben es am nötigsten! :dafuer:
Ich weiß das das alles wenig tröstlich ist, aber ich konnte es versuchzen.









traurige Grüße, Frank :cat-ohmy:
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Re: und jetzt ist er weg

Beitragvon togoitalone am Di 3. Aug 2010, 21:15

Ich danke euch wirklich von Herzen für eure tröstenden Worte und eure Anteilnahme
Irgendwie tut es gut zu wissen, dass es Menschen gibt, die mich verstehen können
auch wenn sie mir völlig fremd sind.

Mein Katerchen wurde gerade mal 5 1/2 Jahre... zu der schrecklichen Trauer/Verzweiflung kommt eine ganz schreckliche Angst
Ich habe so Angst davor, dass auch meiner Katze was passiert. Sie auch noch zu verlieren würde mir das Herz brechen aber seit das mit meinem Katerchen passiert ist denke ich die ganze Zeit dass ich sie auch noch verlieren werde. Das ist doch kein Zustand aber ich weiß auch nicht wie ich es abstellen soll.

Ich fühl mich als hätte mir jemand das Herz rausgerissen. Mein schlimmster Albtraum ist Realität geworden

Meine Maus leidet auch... sie miaut ständig ganz laut in einer Tonlage die ich gar nicht von ihr kenne. So hat sich ihr miauen noch nie angehört....
An eine neue Katze kann ich jetzt nicht denken und das könnte ich meiner Katze auch niemals antun... sie versteht sich absolut nicht mit anderen Tieren und sträubt schon die Haare wenn sie nur von weitem ein fremdes Tier sieht. Ihr jetzt jemanden vor die Nase zu setzen würde wahrscheinlich alles viel schlimmer machen. Als der Kater kam war sie 9 Monate und es hat ewig gedauert bis sie sich aneinander gewöhnt hatten
Glaube es wäre der neuen Katze gegenüber auch nicht fair und meinem Kater gegenüber auch nicht
Fühl mich sehr unwohl bei dem Gedanken

Könnte ich ihn doch nur noch einmal kraulen und ihm sagen wie sehr ich ihn liebe
Louki du hast mich glücklich gemacht - Danke dafür und für deine bedingungslose Liebe
du fehlst mir so schrecklich mein Hase
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Re: und jetzt ist er weg

Beitragvon Christine1962 am Mi 4. Aug 2010, 13:11

:cry: Hallöchen :cat-sad:
Ich habe deine Zeilen gelesen und mußte zwischendurch aufhören,weil mir die Tränen kamen :cat-cry:
Mein Beileid :troest:
Es ist wirklich schlimm seinen kleinen geliebten Schatz auf diese Art zu verlieren und ich versteh dich sehr gut und deine Ängste. :traurig1: Würde mir auch so gehen :traurig3:
Aber in deinem Herzen lebt er weiter und du mußt nun stark sein,wegen deinem anderen Kätzchen,denn es leidet genau wie du und weiß garnicht was los ist.Gib ihr deine Liebe und Nähe,tröstet euch gegenseitig.Irgendwann wird es auch wieder besser :troest:
Und dann solltest du vielleicht wieder über ein 2. Kätzchen nachdenken :cat-noidea: das lenkt dich von der Trauer ab,hilft dir und deiner Katze.Ersetzen kann dir dein Kater eh KEINER :nein:
Ich drück dich :knuddel5: viel Kraft!
Eine Kerze :kerze: für dein Katerchen :cat-moon:

Traurige Grüße Christine und Kater Sammy
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Re: und jetzt ist er weg

Beitragvon Frank am Mi 4. Aug 2010, 16:05

Hallo,

stell die einfach vor das er mit anderen Miezen auf einer großen bunten Wiese ´rumtollt und seinen Spaß hat. Vielleicht hiklft dir das. :roll: Jeder der mal ein Tier auf so eine Art verloren hat weiß wie es in dir aussieht. Auch wenn der Zeitpunnkt im Moment nicht so günstig ist, wie du ja geschrieben hast binich schon dafür füpr die andere Mieze einen Spielkameraden dazu zu gesellen.
Ich halte es aber für sinnvoll noch zu warten. :dafuer: Aber ich denke mal in so drei vier Wochen wenn auch die Trauer des noch vorhandenen Samtpfötchens nicht mehr so hoch ist das ruhig machen kannst. Am besten ist es wenn er ungefähr gleich alt ist und genauso aussieht.









Grüße, Frank :shock:








Solange Menschen denken das Tiere nicht fühlen, müssen Tiere fühlen das Menschen nicht denken.
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